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10.07.2010

Neun Jahre und kein Ende

Neu-Ulm Ein Bebauungsplan als Dauerbrenner: Schon 2001 beschäftigt ein geplantes Wohngebiet am westlichen Ortsrand Pfuhls Verwaltung und Entscheidungsgremien in Neu-Ulm. Zwischen Brumersweg und Friedrichsaustraße sollen einmal rund 40 Wohneinheiten entstehen. Doch mehr als neun Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss ist nichts in trockenen Tüchern. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt will vor einer Entscheidung zuerst noch einen Gutachter laden.

Hintergrund ist ein Gewerbebetrieb, der an das geplante Wohngebiet - der Bebauungsplan nennt es "Kammer-Krummen-West" - angrenzt. Die Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Metallbaufirma angesiedelt ist, fürchten wegen der Lärmobergrenzen für das Wohngebiet sowohl um den eigenen Bestand als auch um den Wert des Grundstücks. Das äußerten sie in einer Stellungnahme, die kurz vor Ende der Auslegungsfrist Ende April einging. Unterstützt werden sie dabei von der Handwerkskammer. Deren Stellungnahme war identisch mit einer, die sie bereits 2007 abgegeben hatte.

Damals war der Ausschuss der Empfehlung der Verwaltung gefolgt und hatte die Einwände zurückgewiesen. Die Bedürfnisse des Gewerbebetriebs und einer ebenfalls angrenzenden Lagerhalle seien ausreichend in den Bestimmungen des Plans berücksichtigt, so das Votum des Gremiums.

Doch 2010 sieht die Sache erneut anders aus. Gleich mehrere Ausschussmitglieder hatten Bedenken, dass die festgesetzten Lärmgrenzen tatsächlich den Betrieb in seiner Entwicklung einschränken würden. Zu einer der kommenden Sitzungen soll nun der Schallschutzgutachter, der für die Verwaltung vor Ort tätig war, Licht ins Dunkel bringen. Bis dahin bleibt das Baugebiet in der Planungsphase. (mgo)

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