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Naturschutz

19.07.2014

Nur noch wenige Fragen offen

Der Baggersee bei Wullenstetten soll größtenteils der Natur überlassen werden. Darin sind sich Stadtrat, Fischer und Naturschützer einig.
Bild: Angela Häusler

Konzept für den Baggersee bei Wullenstetten steht fast

Naturschützer, Fischereiverband, Jagdpächter und die offiziellen Vertreter der Stadt sind sich einig, dass der ehemalige Baggersee bei Wullenstetten größtenteils der Natur überlassen werden soll. Offen waren am Ende einer neuerlichen Zusammenkunft der Beteiligten nur noch die verkehrliche Erschließung und die Lenkung der Besucher. Beides solle ebenfalls im Einklang mit der Natur geregelt werden, sagte Bürgermeister Raphael Bögge.

Weitere Details sollen nun bei einem Ortstermin am See erörtert werden. Nach Bögges Einschätzung könne dann noch in diesem Jahr der See an den Fischereiverein verpachtet werden. Der will das Gewässer in enger Zusammenarbeit mit den Naturschützverbänden bewirtschaften. In der jüngsten Besprechung haben Vertreter der Fischer, der Naturschützer, der Stadt und der Polizei das von einem Landschaftsarchitekten entworfene und vorgestellte Lenkungssystem für die Besucher erörtert. „Es besteht zu 99 Prozent“, berichtete Bürgermeister Raphael Bögge aus den Gesprächen. So komme es überhaupt nicht infrage, dass in diesem sensiblen Bereich riesige Parkplätze angelegt werden. Besucher des Sees sollen möglichst so gelenkt werden, dass sie die Natur nicht oder kaum stören. Nach dem jetzigen Stand der Planung führt die künftige Zufahrt zum See teilweise über Vöhringer Gemarkung. Festgehalten werde an dem Ziel, dass dieser See weitestgehend der Natur überlassen wird und sich zu einem Paradies für Fische, Frösche und Vögel entwickelt – ähnlich dem Plessenteich in Gerlenhofen, der sich zu einem Vorzeigesee in Sachen Naturschutz entwickelt hat.

An dem rund 40 Hektar großen Baggersee in Wullenstetten haben sich in den vergangenen Jahren rund 90 zum Teil geschützte Vogelarten angesiedelt, darunter Flussseeschwalben, Drosselrohrsänger und die vom Aussterben bedrohte Zwergdommel. Für sie gelte es Bereiche zu schaffen oder zu erhalten, an denen Menschen nicht stören können. Besonders sensible Teile des Ufers sollen dort so gestaltet werden, dass sie unzugänglich sind. Im Wasser sind bereits Karpfen, Hecht und Aal vertreten. Der Fischereiverein Illertal/Senden will den See pachten und bewirtschaften.

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