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Neu-Ulm

21.11.2019

OB-Wahl in Neu-Ulm: Alfred Schömig will kandidieren

Alfred Schömig
Foto: Sammlung Schömig

Der 64-jährige FDP-Stadtrat Alfred Schömig tritt bei der Kommunalwahl 2020 in Neu-Ulm als Kandidat Nummer fünf um den Posten des Oberbürgermeisters an.

Alfred Schömig ist seit 36 Jahren in der FDP, seit 17 Jahren im Neu-Ulmer Stadtrat und seit elf Jahren Fraktionsvorsitzender. Nun tritt er erstmals als Kandidat für das Amt des Neu-Ulmer Oberbürgermeisters an. Das gab Schömig am Mittwoch bekannt. Er ist damit bereits der fünfte Bewerber, der seinen Hut in den Ring wirft – nach Katrin Albsteiger (CSU), Walter Zerb (Grüne, mit Unterstützung der SPD), Roland Prießnitz (parteilos/Kandidat der Freien Wähler) und Karl-Martin Wöhner (Bürgerliste/Die Linke).

„Wir glauben, dass in Neu-Ulm eine neue Ära beginnt“, sagt Schömig mit Blick auf das kommende Jahr, in dem Amtsinhaber Gerold Noerenberg (CSU) nach 16 Jahren als Oberbürgermeister aufhören wird. „Wir wollen das Sozialliberale weiter im Stadtrat voranbringen“, erläutert der 64-Jährige. Und er wolle als OB-Kandidat seinen Beitrag dazu leisten.

Was seine Chancen bei der Wahl angeht, gibt sich Schömig keinen Illusionen hin: „Man muss realistisch bleiben.“ Es gehe ihm vor allem darum, den Bürgern eine Auswahl, ein Spektrum zu bieten. Im Stadtrat wollen die Liberalen weiter eine eigene Fraktion stellen und möglichst noch einen Sitz dazu gewinnen. Für die Arbeit in dem Gremium wünscht sich Schömig vor allem: „Mehr Wertschätzung.“ Das zielt in erster Linie auf Gerold Noerenberg ab, mit dem sich Schömig und seine Fraktionskollegen in der Vergangenheit manch heftiges Wortgefecht geliefert haben.

FDP-Stadtrat Alfred Schömig kandidiert für Posten des Oberbürgermeisters

Thematisch will der Neu-Ulmer Arzt, der seit zwei Jahren in Rente ist, ein breites Spektrum abbilden, das die FDP unter dem Stichwort „Zukunftsstadt Neu-Ulm“ zusammengefasst hat. Ökologische und soziale Aspekte spielen dabei eine zentrale Rolle, weshalb Schömig einräumt: „Wir sind vielleicht nicht die klassische FDP.“

In Sachen Klimaschutz und CO2-Ausstoß sei es unbedingt notwendig, zu handeln, auch als Kommune: „Wir können nicht nur sagen: Macht mal in Berlin“, so Schömig. In diesem Bereich sieht der 64-Jährige Nachholbedarf: „Die Stadt Neu-Ulm hat keine Zahlen, wo wir stehen. Wir wollen feststellen, ob wir besser werden.“

Mittlerweile gibt es fünf OB-Kandidaten in Neu-Ulm

Schömig will die E-Mobilität in der Stadt voranbringen, Ladestationen für Elektrofahrräder aufstellen und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Seine Fraktion stehe voll hinter den vom Ulmer Gemeinderat und dem Neu-Ulmer Stadtrat gefassten Beschlüssen, zu denen auch eine Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn zählt. Ziel der FDP sei es, den ÖPNV für Kinder kostenfrei anzubieten. Senioren sollen stärker unterstützt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden – Kindergärten sollen teilweise bis 19 Uhr geöffnet bleiben.

Als Vision schwebt den Liberalen vor: „Wir wollen eine Art Wissenschaftsstadt für Neu-Ulm. Nicht gegen, sondern mit Ulm.“ Angesiedelt werden könnte diese rund um die Firma Continental im künftigen Gewerbe-Campus im Neu-Ulmer Süden, findet Schömig und vertritt dabei dann doch eine klassische FDP-Forderung: „Natürlich brauchen wir eine starke Wirtschaft.“

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