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18.02.2016

Oratorium: Verwirrung geht weiter

Gönner weicht in letzter Sitzung aus

Es war gestern Abend 19.27 Uhr als der Ulmer Stadtrat Hans-Walter Roth die ausgedruckte Partitur des „Ulmer Oratoriums“ auf den Ratstisch legte. „Ich vestehe das nicht“, sagt das CDU-Fraktionsmitglied in Richtung von Sabrina Neumeister, der Leiterin der Kulturabteilung. Diese hatte wenige Minuten zuvor noch betont, dass die Komposition des Zyprioten Marios J. Elia bis heute der Stadt nicht vorliege.

Roth sagte gestern, er sei seit dem 8. Mai 2015 im Besitz des fertigen Werks und bestätigte so seine Aussage, die gestern in unserer Zeitung zu lesen waren. Er wolle damit „keinen Staub aufwirbeln“, doch die ganze Diskussion, der Umgang mit dem renommierten Komponisten Elia schade dem Ruf der Stadt.

Dem scheidenden Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner war die Thematik sichtlich unangenehm. Mit keinem Wort ging er in seiner letzten Gemeinderatssitzung als Oberbürgermeister von sich aus darauf ein. Erst durch eine direkte Nachfrage von Helga Malischewski, sah sich Gönner gezwungen doch noch Stellung zu Roths Äußerungen zu nehmen.

Nachdem Gönner seinem offenbaren Ärger drüber Luft machte, dass unsere Zeitung immer wieder über dieses Thema berichtet, ließ er nebulös durchblicken, dass die Aufführung nicht an mangelnden Noten sondern an Unklarheiten über die konkrete Produktion also der Umsetzung des Mammutwerks gescheitert sei. Das „Ulmer Oratorium“ hätte zu einem Stichtag „spielbar, singbar und aufführbar“ sein müssen. Doch dann bremste Gönner seinen Redefluss, genervt von diesem Negativ-Aspekt. „Ich kann mich dazu nicht weiter äußern.“In höchsten Tönen lobten die Fraktionen zuvor noch das Münsterturmjubiläum. (heo)

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