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Ulm

15.02.2019

Paukenschlag: Gleich vier "Fabriken der Zukunft" eröffnen in Ulm

Rexroth - hier ein Bild aus Elchingen- will in Ulm bereits im April ein neues Kunden- und Innovationszentrum eröffnen.
Bild: Alexander Kaya

Vier weitere Unternehmen siedeln sich auf dem Oberen Eselsberg an. Darunter bekannte Namen wie Sartorius, Liebherr und Rexroth. Es entstehen viele Arbeitsplätze.

Der Science Park III füllt sich. In der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag hat Christian Bried, Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft PEG, das Gremium über den aktuellen Stand informiert: Neben den bereits vorhandenen Unternehmen (Naturspeicher, Beam-Tec, Elektrobit Automotiv) wird die PEG für den Hausgerätehersteller Liebherr sowie für den Antriebs- und Steuerungsspezialisten Bosch Rexroth auf dem Oberen Eselsberg Mietgebäude erstellen. Den Pharmazulieferer Sartorius und IT-Anbieter Polygran berät und begleitet die PEG bei der Planung und Errichtung ihrer neuen Unternehmensstandorte im Science Park III.

Oberbürgermeister Gunter Czisch hob besonders den Mix aus jungen Unternehmen und Traditionsfirmen hervor, die sich für den Science Park III entschieden haben. „Trotz aller Unterschiede, was Branchen und Produkte betrifft: Diese Unternehmen zeichnen sich alle durch ihre ungewöhnliche Innovationskraft und Zukunftsorientierung aus.“ Die vier Firmen, deren Pläne Bried im Ausschuss kurz skizzierte, wollen mehrere hundert Arbeitsplätze in der Wissenschaftsstadt realisieren.

Sartorius

Als Partner der biopharmazeutischen Industrie entwickelt das Unternehmen in Laupheim und künftig in Ulm Zelllinien und Proteinproduktionsprozesse, lizenziert Technologien zur Herstellung von Proteinen und bietet Zellkulturmedien an. Die durch lebende Zellen hergestellten Proteine kommen in der Entwicklung und Herstellung von Medikamenten zum Einsatz. Stedim Biotech hatte das Laupheimer Unternehmen Cellca 2015 mit rund 30 Mitarbeitern übernommen. Inzwischen sind dort rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Nach dem Umzug will das Unternehmen in Ulm auf mehr als 120 Mitarbeiter wachsen.

Paukenschlag: Gleich vier "Fabriken der Zukunft" eröffnen in Ulm

Rexroth

Bosch Rexroth eröffnet bereits im April ein neues Kunden- und Innovationszentrum in unmittelbarer Nähe zum Science Park III. Dort sollen strategische Zukunftsthemen unternehmensübergreifend und über alle Technologien und Bereiche hinweg vorangetrieben werden. Dazu zählen zum Beispiel Projekte und Geschäftsmodelle rund um Digitalisierung, Elektrifizierung und die Fabrik der Zukunft. Das Unternehmen mietet dazu das derzeit leerstehende Gebäude in der Lise-Meitner-Straße 4 an. Dieses wird zurzeit umfassend modernisiert. Dort entsteht eine moderne und attraktive Arbeitsumgebung, die funktionsübergreifenden Teams flexibles Arbeiten ermöglicht. Auf dem Nachbargrundstück plant die PEG ein neues Gebäude, das Bosch Rexroth anmieten wird. Bis Ende 2020 sollen in beiden Gebäuden rund 250 Menschen arbeiten.

Polygran

Poygran ist ein IT-Lösungs- und Managed-Service-Anbieter mit Schwerpunkt auf IT-Service-Management sowie IT-Dienstleistungen rund um das Thema Applikationen. Das Unternehmen, das seinen Sitz momentan noch in der Ulmer Innenstadt hat, ist in zuletzt stark expandiert und beschäftigt derzeit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den zwei Standorten Ulm und Sofia.

Liebherr

Der Science-Park in Ulm wird künftig für die Sparte Liebherr-Hausgeräte das Zentrum für Digitalisierung. In interdisziplinären und internationalen Teams mit umfassendem Software Know-how aus den Bereichen eBusiness, IT, UX und Digitaler Entwicklung arbeitet Liebherr daran, ein Vernetzungs-Ecosystem für Kühl- und Gefriergeräte zu schaffen und neuartige Geschäftsmodelle zu etablieren. In Ulm werden alle Bereiche der Digitalisierung vertreten sein wie etwa Internet of Things, Cloud, Data Science und Mobile App. Dazu zählen auch Design von IoT Devices, Objekterkennung mit Neuronalen Netzen, Computervision sowie Sprachbedienung.

Mit der Gründung der Liebherr-Hausgeräte Vertriebs- und Service GmbH (LHV) will das Unternehmen dem Marktwandel und den sich verändernden Kundenanforderungen begegnen. Die Zentrale der neu gegründeten Gesellschaft wird sich ebenfalls im Science-Park niederlassen.

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