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17.04.2015

Sanierung und kein Ende

Sicherheitsprobleme in Werkstattbereich

Die Sanierung im Theater Ulm geht weiter – und hat derzeit ein prominentes Opfer: den großen Leuchter im Foyer. Doch es ist nur ein Abschied auf Zeit: Er wird derzeit auf LED-Technik umgerüstet. Größere Maßnahmen stehen aber hinter den Kulissen an: Sowohl die Werkstätten als auch die Proberäume entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen in puncto Arbeitssicherheit. Über die nächsten Schritte berät auch der Kulturausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung am heutigen Freitag.

In den Werkstätten fehlt es derzeit an Lagerflächen, sodass das Material zum Teil auf den Fluren aufbewahrt werden muss. Auch bei den verwendeten Maschinen in Schreinerei und Schlosserei haben sich die Sicherheitsanforderungen geändert. Zu klein ist auch der Orchesterproberaum mit seinen rund 570 Kubikmetern Raumgröße – um die Musiker vor zu hoher Lärmbelastung zu schützen, empfiehlt eine Studie ein Raumvolumen von 2000 Kubikmeter. Zu wenig Platz gibt es auch in Instrumentenlager und Nebenräumen. Die benachbarte Postverteilerhalle mit ihren Proberäumen kann nur kurzzeitig Abhilfe schaffen: Sie steht nur für zehn Jahre zur Verfügung. Eine Lösung wäre ein Neubau in der Nachbarschaft des Theaters, der sowohl Proberäume als auch den Malersaal fassen könnte. Dadurch wäre im Hauptgebäude wieder ausreichend Platz für die übrigen Werkstätten.

Stadt will neue Bestuhlung nicht alleine bezahlen

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Während das noch Zukunftsmusik ist (im Gespräch ist ein Planungsbeginn 2018), drängt ein anderes Thema: der Zustand der Sitze im Großen Haus. „Es gibt Abokündigungen, die sich explizit auf die Bestuhlung beziehen“, sagt Verwaltungsdirektor Angela Weißhardt. Bei vielen Sitzen sind die Bezüge verschlissen, zudem funktioniert der Klappmechanismus bei einigen nicht mehr; Probleme bereitet zudem die Akustik im Saal (wir berichteten). Die Erneuerung der Bestuhlung ist nicht Bestandteil der derzeit laufenden Sanierung. Besondere Herausforderung: Das Theater ist denkmalgeschützt – inklusive der Einrichtung im Großen Haus, was Veränderungen Grenzen setzt.

Weißhardt zufolge signalisierte Oberbürgermeister Ivo Gönner bereits, dass die Stadt nicht alleine für die Kosten aufkommen wolle. Er schlug eine Beteiligung der Bürgerschaft vor – etwa durch Stuhlpatenschaften. Auch die Theaterfreunde könnten eine Rolle spielen. „Wir sind derzeit am Sondieren“, sagt die Verwaltungschefin. (mgo)

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