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Unterelchingen

18.10.2017

Sie will immer ein offenes Ohr für Bürger haben

Die Elchinger Gemeinderätin Karin Batke vor einem der Projekte, das ihrer Ansicht nach besonders wichtig wird: Die A8, die ausgebaut werden soll.
Bild: Andreas Brücken

Seit fast zwei Jahrzehnten ist Karin Batke Gemeinderätin in Elchingen. Für ihre Arbeit bekommt sie nun die kommunale Dankurkunde.

Eigentlich wollte Karin Batke nur eine Beschilderung erreichen, damit Bus- und Lastwagenfahrer, die sich vom Parkplatz der Klosterschenke verfahren haben, wieder auf die Autobahn zurückfinden, ohne durch die engen Ortsstraße zirkeln zu müssen. Das Vorhaben stieß bei der Elchinger Gemeindeverwaltung auf Gehör – und wurde erfolgreich umgesetzt. Das war Anfang der 1990er Jahre, erzählt Batke. Heute wird die 53-jährige Politikerin für ihr Engagement mit der kommunalen Dankurkunde des Bayerischen Innenministers Joachim Hermann ausgezeichnet. Landrat Thorsten Freudenberger wird die Verleihung stellvertretend vornehmen.

Von der Erfahrung, etwas bewegen zu können, sei sie damals dazu motiviert worden, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Bei den Mitgliedern der Freien Wählergemeinschaft rannte Batke offene Türen ein, wurde gleich auf Anhieb auf den dritten Listenplatz für die Gemeinderatswahl gesetzt und nahm 1999 schließlich am Elchinger Ratstisch Platz.

Acht Jahre später ließ sie sich sogar als Bürgermeisterkandidatin aufstellen. Batke verlor jedoch am Ende gegen Anton Lang, der bis zu seinem Tod im August 2008 das Amt führte. Von der Niederlage ließ sich die 53-Jährige jedoch nicht aufhalten: Sie hielt der Freien Wählergemeinschaft die Treue und war bis 2012 deren Vorsitzende. Der damals 33-jährige Matthias Bloching löste Batke im Vorstand ab. „Damit hat der Wechsel zu einer jüngeren Generation stattgefunden, auf den ich sehr stolz bin“, sagt Batke. Wichtig sei ihr, immer ein offenes Ohr für die Bürger zu haben und den Willen auch einmal eine andere Meinung zu akzeptieren, um neue Wege zu finden.

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Neben ihrer Arbeit im Gemeinderat engagiert sich Batke auch für die Elchinger Bürgerhilfe und den Gartenbauverein. Mit einer Streuobstwiese, die an Familien aus Unterelchingen verpachtet wird, wolle man ein Zeichen für regionale Produkte setzen, so Batke, die lange Zeit Vorsitzende des Gartenbauvereins war: „Wir müssen doch kein Obst aus der ganzen Welt anliefern lassen, wenn es auch vor unserer Haustüre wachsen kann.“ Zehn Jahre führte sie die Jugendgruppe des Vereins und sei dankbar für die Erlebnisse, die sie mit den Kindern in dieser Zeit teilen durfte, wie sie sagt.

„Großes passiert nur, wenn Menschen bereit sind, mehr zu tun, als sie eigentlich müssten“, erklärt Batke ihre Einstellung zur Arbeit in der Gemeinde. Deshalb könne sie auch eine „gewisse Trägheit“ seitens der Gemeindeverwaltung nicht verstehen, und erwähnt dabei Projekte wie das altersgerechte Wohnen im Thalfinger Baugebiet, das letztlich nicht umgesetzt wurde.

Den Blick in die Zukunft richtet die Rätin auf den Ausbau der A8 zwischen der Anschlussstelle Ulm-West und dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen. Der damit verbundene Flächenverbrauch und die Lärmschutzmaßnahmen seien Fragen, die auch im Interesse für kommende Generationen geklärt werden müssten.

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