Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Späte Kritik an Spielplatz-Konzept in Bubenhausen

Dorfentwicklung

30.04.2015

Späte Kritik an Spielplatz-Konzept in Bubenhausen

Thomas Mader

Bürger liefern sich bei Versammlung hitzige Diskussion. Thomas Mader ist neuer Ortssprecher

Über 100 Bubenhauser waren am Dienstagabend zur Bürgerversammlung gekommen, um sich die Pläne für das neue Dorfzentrum anzusehen. Die größte Diskussion löste dabei allerdings ein ganz anderes Projekt aus.

Architekt Thomas Schmidl stellte den ersten Entwurf für das neue Bürgerzentrum vor, den die Stadträte in ihrer vergangenen Sitzung bereits gebilligt hatten (wir berichteten). Bürgermeister Wolfgang Fendt erklärte allerdings: „Das ist ein erster Entwurf und muss noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.“ In einer Pause besprach sich Schmidl zudem mit dem Musikverein Bubenhausen, dessen Räumlichkeiten in dem Gebäude weiterhin bestehen bleiben. Auf Nachfrage der NUZ wollte Karl-Heinz Sailer, Vorsitzender des Musikvereins, sich gestern Abend nicht weiter zu den Plänen äußern. Er gab allerdings zu Bedenken, dass im Vorfeld keine Gespräche stattgefunden hatten. „Man hat mit dem Kindergarten geredet, aber mit uns hat keiner geredet“, so Sailer.

Die größte Diskussion gab es zum geplanten Spielplatz, der am Eckbereich Burgstraße/St. Michael-Straße gebaut wird. Laut Fendt sei eine Eröffnung im Juni möglich – die könne mit dem Pfarrfest verbunden werden. Obwohl das Projekt schon länger beschlossen ist, kritisierten mehrere Bürger den Standort direkt neben dem Friedhof und die Termine der Informationsveranstaltungen dazu. „Um 17 Uhr arbeiten die meisten von uns noch“, beschwerte sich ein Bürger. Nach langer Diskussion stellte ein Mann schließlich fest: „Wir haben lange gesagt, ein Spielplatz muss her und jetzt beschwert man sich. Es kann auch nicht jedem alles gefallen.“ Auch Fendt konstatierte: „Wir hatten damals zur Standortbesichtigung eingeladen. Danach ist man immer schlauer.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Thomas Mader wurde mit 88 von 100 gültigen Stimmen zum neuen Ortssprecher gewählt. Der 47-Jährige, der dieses Jahr für die SPD für den Stadtrat kandidiert hatte, lebt seit 2005 in Bubenhausen und schlug sich selbst vor, nachdem keine Kandidaten gefunden wurden. „Ich finde es wichtig, dass es jemanden gibt, der den Ort in der Stadt auch vertritt“, erklärte er. Doch nicht alle Bürger waren mit dem Wahlvorgang zufrieden: Ein Bubenhauser bezeichnete diesen als „Lachnummer“, gerne hätte er vorher mehr über Mader erfahren.

Fendt entgegnete, wenn man Unterschriften sammele, um die Wahl eines Ortssprechers überhaupt zu ermöglichen, müsse man sich vorher überlegen, wer das Amt übernehmen könne. Wenn man vor der Wahl Fragen gestellt hätte, wären diese zudem beantwortet worden. „Deshalb ist das keine Lachnummer und ich finde den Ausdruck auch außerordentlich unfreundlich“, so Fendt. Mader sei der Einzige gewesen, der sich habe einsetzen wollen, machte der Rathauschef deutlich.

Die Staatsstraße durch Bubenhausen ist derzeit in einem „miserablen“ Zustand, teilte Bürgermeister Fendt mit. Nach Absprache mit dem Staatlichen Bauamt werde sie 2016 oder spätestens 2017 saniert. Einige Bürger regten an, dort auch geschwindigkeitsmindernde Maßnahmen wie eine nächtliche Tempo-30-Zone, feste Radarfallen, Tempoanzeigen oder Verkehrsinseln einzurichten. Radarfallen sind rechtlich nicht erlaubt, erwiderte Fendt.

Zudem wurde angefragt, die Verbindungsstraße zwischen Bubenhausen und Tiefenbach auszubessern sowie den Weg an der westlichen Roth Richtung Gannertshofen stabiler zu machen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren