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30.10.2009

Warum Autos Nummernschilder haben

Neu-Ulm "Ist das wieder ein Verkehr heute!" Auto an Auto reiht sich auf der Straße und Paula will doch auf die andere Seite. "Wieso haben die eigentlich alle Blechschilder vorne und hinten dran, mit Buchstaben und Zahlen drauf?, fragt sich die neugierige Zeitungsente. Schnell hat die schlaue Paula herausgefunden, wo es die Schilder gibt: beim Landratsamt, auf der Zulassungsstelle.

Von Paula Print und Dagmar Falzboden

Roland Flitsch, Leiter der Neu-Ulmer Zulassungsstelle, erklärt der kleinen Ente, dass die Schilder sehr wichtig sind, um sagen zu können, wem ein Fahrzeug gehört. "Stell dir vor, ein Autofahrer verursacht einen Unfall und fährt einfach weiter. Der Schaden am anderen Fahrzeug muss ersetzt werden." Das leuchtet Paula ein. "Die Vorläufer der Kennzeichen gab es schon vor über 2000 Jahren. Damals waren die römischen Streitwagen gekennzeichnet, um den Lenker im Schadenfall zur Rechenschaft ziehen zu können", erzählt der Experte. "Im 17. Jahrhundert wurden in England Wappen an Kutschen angebracht." Paula ist erstaunt, wie alt Nummernschilder schon sind. "Aber was bedeuten eigentlich die Buchstaben und Zahlen auf den Schildern?", fragt sich unsere Zeitungsente.

"Ganz links", zeigt Flitsch, "befindet sich der blaue Eurobalken. Unter dem Sternenkranz ist ein D für Deutschland abgedruckt." Danach steht das Unterscheidungszeichen, es legt fest, in welchem Verwaltungsbezirk das Fahrzeug angemeldet ist. "Bei uns steht da NU, für Landkreis Neu-Ulm, das weiß ich!", ruft Paula dazwischen.

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"Dann folgen ein bis zwei Buchstaben und zwei bis drei Zahlen. Wer will, kann sie selbst aussuchen", erzählt Flitsch weiter. "Ach, da könnte ich dann also PP für Paula Print und 11 für die Allererste nehmen?!", plappert Paula aufgeregt. "Das wäre möglich", antwortet der Experte. Jede Buchstaben- und Zahlenfolge gibt es nur einmal, so können nie zwei Fahrzeuge mit derselben Nummer herumfahren.

Dann zeigt er Paula noch viele andere Nummernschilder: Das rote Kennzeichen benötigen Autohändler für Probefahrten und es gibt sogenannte Saisonkennzeichen. "Die kenn ich", schnattert Paula, "wenn einer im Sommer ein schickes Cabrio und im Winter einen alten Rostkübel fährt, dann steht auf dem Nummernschild, in welchen Monaten das Fahrzeug zugelassen ist." "Genau", stimmt Flitsch zu, "so muss man nicht immer wieder an- und abmelden."

Klar, dass Paula jetzt auch noch sehen will, wie so ein Nummernschild hergestellt wird. Zuerst werden die richtigen Zahlen und Buchstaben ausgesucht und das Blechschild in die Prägemaschine gelegt. Für einen Moment wird es so laut, dass die kleine Ente ängstlich zusammenzuckt. Doch da ist es auch schon passiert: Die Buchstaben sind eingeprägt. "Die sind ja gar nicht schwarz!", quakt Paula entsetzt.

Schon legt die Mitarbeiterin das Schild in die Färbemaschine und drückt auf einen Knopf. Paula staunt: Das Blechschild läuft durch die Maschine und - auf der anderen Seite angekommen - sind alle Zahlen und Buchstaben schwarz. Am liebsten würde Paula jetzt ein Nummernschild für ihr Fahrrad fertigen lassen: "NU-PP 11, Paula Print, die Allererste!"

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