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Konzert

26.09.2011

Wenn sogar der Pater zum Taktstock greift

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Viel Beifall gab es für Auswahl und Interpretation der Stücke beim Konzert zum 75-jährigen Bestehen der Wallenhausener „Liederlust“.
Bild: Fotos: Stonies

Liederlust Wallenhausen begeistert zum 75-jährigen Bestehen mit großem Repertoire. Viel Beifall für Hit aus Disneyfilm

Wallenhausen Zum großen Finale gab es die Europahymne: Rund 60 Sänger aus drei Chören haben gemeinsam den furiosen Schlussakkord beim Konzert zum 75-jährigen Bestehen der Liederlust Wallenhausen gestaltet. Vorsitzender Werner Beck erinnert sich: „Im olympischen Jahr 1936 taten sich 36 Männer zusammen und gründeten im Gasthof Adler unseren Verein.“ Das ist nun 75 Jahre her – deshalb wurde der runde Geburtstag am Samstag zusammen mit dem Gastchor aus Biberachzell und vielen weiteren Gästen gefeiert. Bis spät am Abend wurde gesungen und Erinnerungen ausgetauscht. Sogar die Geistlichkeit griff zum Taktstock.

Neben Schirmherr Rudolf Feuchtmayer gratulierte der Zweite Bürgermeister Weißenhorns, Alfred Haas. Er wünschte den Musikern eine „rosige Zukunft“. Nur mit der richtigen Nachwuchsarbeit könne das „hohe Qualitätsgut“ fortbestehen. Haas überreichte ein Geldgeschenk für den Erwerb neuer Noten. „Jetzt wird endlich gesungen“, freute sich ein Gast, als der Chor aus Biberachzell die Bühne betrat. Unter der Leitung von Roland Horst gaben die Gastsänger sieben Lieder zum Besten. Neben den bekannten Stücken wie „Grüaß euch Gott“ von Ludwig Dolbinger oder „We have a dream“ aus der Feder von Dieter Bohlen, kam bei den Wallenhausenern besonders gut die Zugabe des Chors an: ein Lied aus dem weltbekannten Disneyfilm „Die Schöne und das Biest“.

Was passiert mit rund 20 Männern, die auf eine Frau hören, welche immer den Takt vorgibt? Sie widersprechen in keiner Probe und singen immer fleißig nach der Vorgabe von Chorleiterin Anita Steuer. Das „Projekt Männerchor“ erzählte musikalisch „Die Legende von den zwölf Räubern“, einer russischen Volksweise mit einem Solo dargeboten von Hans Span. Außerdem sangen die Herren ein slowenisches Weinlied mit dem Titel „En hribcek bom Kupil“ mit Soloparts von Rudolf Braun und Franz Niebling.

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Gemischter Chor singt Harry Belafonte und Reinhard Mey

Nach den Ehrungen (siehe Kasten) folgte eine Ansprache des Ehrenvorsitzenden Rudolf Braun, dann ging der gemischte Chor ans Werk. Pater Konrad, ein Ehrenmitglied der Liederlust, dirigierte seine Sangesbrüder für ein Lied. Im Anschluss folgten – interpretiert durch die gemischte Singgruppe – alte Heimatlieder: „Wo meine Sonne scheint“ von Harry Belafonte sowie „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. Thomas Altzinger begleitete auf Gitarre und Ukulele. Unter dem Motto „Musik erfüllt die Welt“ brachten die Sänger ihre Zuhörer noch einmal ins Schwärmen und ließen ihr musikalisches Fest dann ausklingen.

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