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30.01.2020

Wer seine Kinder zu spät abholt, zahlt

Holzheim beschließt Kita-Strafgebühren und weitere Regeln

Eltern, die ihre Sprösslinge ohne Absprache mit dem Personal erst nach der vereinbarten Betreuungszeit vom Kindergarten in Holzheim abholen, müssen künftig mit Zusatzgebühren rechnen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf Wunsch der Leitung und abgestimmt mit dem Elternbeirat nach einer kurzen Diskussion einstimmig beschlossen.

Insbesondere freitags werden Sachgebietsleiterin Kerstin Lutz zufolge Kinder öfter erst nach der Öffnungszeit abgeholt. Deshalb wünsche sich die Tagesstätte ein geeignetes Instrument für Sanktionsmöglichkeiten. „Das ist leider nötig, nachdem Bitten und Ermahnung bisher nicht geholfen haben“, pflichtete Bürgermeisterin Ursula Brauchle bei. Ihren Worten zufolge verursachen unpünktliche Abholungen einen enormen Aufwand. „Wir müssen aber unser Personal in Schutz nehmen“, so Brauchle weiter, zumal die geltenden Regelungen großzügig gehandhabt würden.

Im Zusammenhang mit ohnehin anstehenden Satzungsänderungen aufgrund der künftig pauschal vorgesehenen Abrechnung des Mittagessens sowie der gesetzlich geforderten Masernimpfpflicht sieht die neu beschlossene Gebührenordnung vor, dass bei nicht durch Notfälle verursachten Überschreitungen der Buchungszeit ein Zuschlag von zehn Euro je angefangener Viertelstunde in Rechnung gestellt wird.

Wer seine Kinder zu spät abholt, zahlt

„Zehn Euro bei einer Verspätung von fünf Minuten sind schon happig“, fand Gemeinderätin Caroline Nähring ( CSU/Dorfgemeinschaft), grundsätzlich sei die Regelung jedoch in Ordnung. „Es geht hier um massive Verstöße, nicht ums Geldeintreiben“, machte Lutz deutlich. Überdies habe die Leitung einen Ermessensspielraum. Zunächst sei der Zuschlag „nur eine Androhung“, befand die Bürgermeisterin. „Aber wir brauchen eine Handhabe gegenüber den Eltern, weil Großzügigkeit oft ausgenutzt wird.“

Wer aber entscheide über die Auslegung des Begriffs „wiederholt“, wollte Ratsmitglied Rudi Veitz (CSU/DG) wissen. „Das ist Sache der Einrichtung selbst, Einwirkungen von außen sind hier nicht sinnvoll“, sagte Kerstin Lutz. Brauchle meinte: „Das wird dort im Team besprochen.“

Ebenfalls unstrittig waren zwei weitere Neuregelungen: Akut erkrankte Kinder sind künftig vom Kita-Besuch ausgeschlossen und Kinder, die dort über 13 Uhr hinaus bleiben, müssen am Mittagessen vor Ort teilnehmen. (pth)

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