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Weißenhorn

07.02.2015

Wer soll das Heimatmuseum künftig leiten?

Museumsleiter Wolfgang Ott ist aktuell im Krankenstand - und soll demnächst in Ruhestand gehen. Aus Sicht des Museumsvereins muss bald ein adäquater Ersatz gefunden werden.
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Museumsleiter Wolfgang Ott ist aktuell im Krankenstand - und soll demnächst in Ruhestand gehen. Aus Sicht des Museumsvereins muss bald ein adäquater Ersatz gefunden werden.
Bild: Katrin Fischer

In der Fuggerstadt wird ein Nachfolger für Wolfgang Ott gesucht

Ein neuer Museumsleiter muss gefunden werden, die Gemäldegalerie soll bald ins Alte Rathaus einzeihen und die Planung der großen 300-Jahre-Kuen-Ausstellung steht an: Der Museumsverein Weißenhorn blickt großen Herausforderungen entgegen. Dies macht dessen Vorsitzender Matthias Kunze deutlich. Das gravierendste Problem ist aus seiner Sicht die Abwesenheit von Museumsleiter Wolfgang Ott, der sich aktuell im Krankenstand befindet und demnächst in den Ruhestand geht. Offiziell ist dafür das Jahr 2016 vorgesehen, so Kunze. Ohne „die gewohnte fachliche Kompetenz“ von Ott müssten die bevorstehenden Aufgaben weitgehend ehrenamtlich bewältigt werden. „Dies fällt uns nicht leicht“, sagt der Vereinschef und blickt auf die Ausstellung zur 25-jährigen Wiedereröffnung des Museums, die am 17. Mai beginnen soll.

Im Rahmen der Schau will der Verein dafür werben, die Gemäldegalerie im Alten Rathaus unterzubringen. Wie berichtet, wird derzeit darüber diskutiert, dort stattdessen einen Bürgertreff einzurichten. Das lehnt der Museumsverein ab. Die sehenswerten Gemälde aus dem Depot im Eschach könnten nirgendwo anders angemessen präsentiert werden. Kunze beharrt auf den entsprechenden Stadtratsbeschluss aus den 1990er Jahren: „Man kann nicht 20 Jahre Zusagen machen und dann etwas völlig anderes tun.“

Auch deshalb will sich der Verein dafür einsetzen, dass von Seiten der Stadt ein adäquater Nachfolger für Ott gefunden wird. Dieser sollte angesichts der anstehenden Aufgaben hauptamtlich für das Museum und dessen Belange zuständig sein.

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„Er muss sich voll darauf konzentrieren“, sagt Kunze, der selbst aus Vereinskreisen für den Posten ins Gespräch gebracht worden ist. Dazu äußern will er sich nicht. Es gehe nicht um persönliche Belange, sondern um eine erfolgreiche Arbeit fürs Museum. Immerhin sei dieses auch durch Otts Arbeit zu einer überregional bedeutenden Einrichtung geworden. Das soll bei der 25-Jahr-Schau deutlich werden.

Blicke richten sich aufs Kuen-Jubiläum

Im Jahr 2019 steht eine Ausstellung zum 300. Geburtstag des Weißenhorner Malers Franz Martin Kuen an. Spätestens dann sollen Werke ausgestellt werden, die aktuell im Eschach eingelagert sind. Geht es nach dem Museumsverein, soll die Galerie bis zum Kuen-Jubiläum in vier Jahren im Alten Rathaus eingezogen sein. (caj)

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