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23.02.2015

Zum Abschied gibt es Mord und Totschlag

Manfred Bomm
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Manfred Bomm

Heute letzte Lesung bei Gondrom in Ulm

Die Frau eines Bankers wird in ihrem Haus auf der Schwäbischen Alb ermordet. Ihr Mann war Ziel von Lauschangriffen des US-Geheimdienstes NSA. Kommissar August Häberle muss erkennen, dass sich die Agenten auch für ein Ulmer Forschungsinstitut interessiert haben. Gleichzeitig dringt ein junger Computerexperte in das Netzwerk italienischer Waffenhändler ein und stößt dabei auf das geheime Doppelleben seines eigenen Vaters.

So – in aller Kürze – der Plot von „Lauschkommando“, den jüngsten und bereits 15. August-Häberle-Fall aus der Feder von Manfred Bomm. Am heutigen Montag, 23. Februar, um 20.15 Uhr stellt der 1951 geborene Bomm, der in Geislingen an der Steige lebt, seinen neuen Krimi in der Thalia-Buchhandlung Gondrom in der Ulmer Hirschstraße vor. Ein besonderer Termin: Es ist die letzte Lesung, bevor Gondrom im Juni schließt.

Dass diese Ehre ausgerechnet Bomm zuteilwird, ist kein Zufall: Mit 15 Lesungen – zu jedem „Häberle“ eine – hält der frühere Journalist den Rekord bei Gondrom. „Es kommt wirklich selten vor, dass ein Autor so oft an einem Ort liest“, sagt Filialleiter Thomas Kuhnert, der mit der Schließung der Buchhandlung seinen Ruhestand antritt. Dabei habe sich Bomm mittlerweile einen Fankreis aufgebaut. „Als er das erste Mal bei uns gelesen hat, hat er sein eigenes Publikum aus Geislingen mitgebracht“, erzählt Kuhnert.

Das ist nur eine von vielen Anekdoten, die dem inzwischen 66-Jährigen von seinen über 300 Veranstaltungen in 25 Jahren in Erinnerung geblieben sind. Gerne denkt er an die erste Lesung der heute Hallen füllenden „Kluftinger“-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr zurück. „Da waren damals 30 Zuhörer da. Aber es war ein Riesenerfolg, die Leute haben sich auf die Schenkel geklatscht.“ Ein persönliches Highlight war für Kuhnert der Besuch des Hanser-Verlagsleiters und Dichters Michael Krüger im vergangenen Jahr. „Er schreibt wunderschöne moderne Lyrik“, schwärmt Kuhnert, wohlwissend, dass diese Gattung nicht gerade ein Kassenknüller ist. „Das habe ich mir einfach gegönnt.“

Wenn nun Manfred Bomm zum 15. Mal seinen Häberle auf die Gondrom-Kunden loslässt, wird das gefeiert. Kuhnert und sein Team haben sich für die Lesung eine Überraschung ausgedacht. In die Freude mischt sich auch Wehmut: Kuhnert denkt an die 30 Kollegen, die ihren Job verlieren. Doch es gibt Anlass für Optimismus. Kuhnert: „Die Azubis sind alle untergebracht, und von den Angestellten haben schon einige etwas gefunden oder sind zumindest in Gesprächen.“ (mgo)

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