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03.11.2010

Zwei Schwestern mit zündender Idee zum Erfolg

Elisabeth Schneider und Angelika Semsch. Bild: Häusler

Zwei erfinderische Schwestern hatten einst eine zündende Idee. Damit führen sie seit zehn Jahren eine erfolgreiche Firma in Senden. Dafür bekamen sie jetzt einen Preis.

Senden Zwei erfinderische Schwestern, eine zündende Idee und damit ein seit zehn Jahren erfolgreiches, kleines Familienunternehmen: Das ist die Sandini GmbH mit Sitz in Senden.

Die Sendenerin Elisabeth Schneider und Angelika Semsch aus Augsburg vertreiben gemeinsam stützende Nackenkissen für unterwegs, passend für Kinder und Erwachsene. Doch nicht nur das: Sie haben die speziellen Kissen auch erfunden. Vor wenigen Wochen erhielt ihr innovatives Produkt den Design- und Innovationspreis "Eurobike-Award" in der Kategorie Zubehör.

Auf den Gedanken, ein eigenes Erzeugnis auf den Markt zu bringen, kamen die beiden Schwestern angesichts der eigenen Kinder. Wenn die Kleinen bei langen Fahrten auf dem Rücksitz schliefen, baumelten ihre Köpfe mal nach rechts, mal nach links, "sie hingen einfach in den Seilen", berichtet Elisabeth Schneider. Das sei nicht nur unbequem, sondern könne gar gefährlich werden, weiß die 47-Jährige.

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Die beiden Frauen fragten im Handel nach Schlafkissen fürs Auto. Fehlanzeige. Auch im Internet fanden sie keinerlei Produkt, das ihren Vorstellungen von einem stützenden Kissen entsprach: eines, das Kopf und Oberkörper in der Balance hält und gleichzeitig flexibel an verschiedene Höhen und Sitze angepasst werden kann. Ob Rücksitz, Kindersitz am Fahrrad oder auch an einen Rollstuhl.

Den Prototyp einfach selbst gemacht

So machten sich die beiden Frauen selbst ans Werk und nähten schließlich den Prototyp ihres Kissens mit dem Namen "Sleep Fix": eine u-förmige Hülle, deren Enden unterm Kinn des Trägers von einem Klettverschluss zusammengehalten werden. So stellt das Kissen bei einem Unfall keine zusätzliche Gefahr dar. Auf der Rückseite wird die Stoffkonstruktion an Sitzlehne oder Gurt befestigt.

"Verkehrssicherheitsexperten waren begeistert davon", erklärt Elisabeth Schneider, die beiden Firmengründerinnen melden ein Patent auf ihre Erfindung an. Und wählten ihren Firmennamen, der sich vom Sandmännchen ableitet. Bald fand sich auch ein Hersteller, der die Kissen produzierte. "Das ging alles sehr schnell - es hat sich regelrecht überschlagen", so die gelernte Einkäuferin. Kindersitzproduzent Osann in Gottmadingen bei Konstanz stellt die Schlafkissen her, die unter anderem vom ADAC empfohlen und verkauft werden.

Mittlerweile arbeiten die eigenen Kinder an der Weiterentwicklung des Unternehmens mit. Tochter und Nichte Elena Semsch etwa widmet sich der Realisierung eines professionellen Online-Shops sowie dem Marketing und schreibt derzeit ihre Bachelor-Arbeit über die Sandini-GmbH. "Die Firma gehört einfach zur Familie", erklärt die 24-jährige Augsburgerin, die Unternehmenskommunikation und Informationsmanagement studiert.

Auch hat die kleine GmbH ihr Angebot nun erweitert. Heute bietet die Firma in ihrem Webshop zahlreiche weitere Produkte an, die das Unterwegssein angenehmer machen: Relaxkissen, farbige Fußmatten, Auto-Vasen oder Duft-Sprays fürs Auto.

"Wir haben nach Produkten gesucht, von denen wir überzeugt sind und die wir uns auch selbst kaufen würden", erzählt Elena Semsch. Die Unternehmerinnen freuen sich über den im September verliehenen Preis. "Es ist einfach eine schöne Bestätigung", findet Elisabeth Schneider. (ahoi)

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