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Neu-Ulm: Neue Rutschen: Die Investition ins Donaubad ist gut angelegt

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Neue Rutschen: Die Investition ins Donaubad ist gut angelegt

Ronald Hinzpeter
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    Diese 3D-Grafik zeigt die vier neuen Donaubad-Rutschen von außen. Eröffnet werden sollen sie im November.
    Diese 3D-Grafik zeigt die vier neuen Donaubad-Rutschen von außen. Eröffnet werden sollen sie im November. Foto: Donaubad

    Der neoliberale Zeitgeist spukte in den 90er-Jahren allenthalben durch Amtsstuben, Parlamente und Stadträte: Es sei allemal günstiger, schneller, moderner und überhaupt besser für alle, wenn die öffentliche Hand nicht alles selber mache, sondern sich mit privaten Unternehmern verbünde und ihre Vorhaben als "public-private-partnership" verwirkliche. Wie sehr solche Vorstellungen nicht selten in die Irre führten, zeigt das Beispiel Donaubad sehr eindrucksvoll. Ob die Freizeiteinrichtung nun Atlantis oder Wonnemar hieß und von einem schillernden Einzelunternehmer oder einer Bäder-Gesellschaft betrieben wurde, es gab ständig Ärger. Denn die Unternehmer wollten maximalen Ertrag bei minimalen Investitionen.

    Die früheren Badbetreiber wollten vor allem Gewinn machen

    Das konnte nicht gut gehen. Seit 2016 betreiben nun wieder die beiden Städte Ulm und Neu-Ulm die Einrichtung – und seither geht es aufwärts. Das beste Beispiel sind die neuen Rutschen. Dafür nehmen die Kommunen zwei Millionen Euro in die Hand und zapfen zusätzlich einen Fördertopf der Bundesregierung an: 3,5 Millionen Euro fließen in das Rutschen-Projekt. Eine derartig große Investition, um das Badeangebot zu verbessern, gab es bis dahin nicht. Da wurde nur Geld in den Bau gesteckt, um ihn einigermaßen in Schuss zu halten. Jetzt macht das Bad einen deutlichen Qualitätssprung nach vorne. Das ist gut so.

    Der Ausbau des Bades ist gut investiertes Geld

    Aber passt das auch in die Zeit, in der allenthalben von Verzicht die Rede ist? Natürlich, denn auch in diesen krisenhaften Monaten sollen die Menschen nicht auf Zerstreuung verzichten müssen. Und: Auch die Krisen dieses Jahres gehen wieder vorbei. Außerdem sind die neuen Rutschen energetisch besser ausgerüstet als die alten und die neue Badewassertechnik wird für mehr Energieeffizienz sorgen. Eine gute Investition, zumal die Pandemie vielen Menschen wieder gezeigt hat, dass auch die Heimat ihren Reiz hat. Wer hier genügend geboten bekommt, muss nicht unbedingt weit fahren oder wegfliegen.

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