Turnen

17.10.2016

Pfuhl weiter auf Höhenflug

Pascal Weber – hier an den Ringen – und seine Pfuhler Teamkollegen bleiben Überraschungstabellenführer der Zweiten Bundesliga.
Bild: Margit Kühner

Tabellenführung verteidigt. Zwei Hiobsbotschaften für Nachbar Ulm

Der TSV Pfuhl und der TV Herbolzheim lieferten sich in der Zweiten Bundesliga einen Turnkrimi auf Augenhöhe. In einem Wettkampf mit ständig wechselnder Führung behielt der Youngster Timo Rister die Nerven und sicherte den Pfuhlern vor knapp 400 Zuschauern mit der letzten Übung des Abends den 34:30-Sieg.

Die Pfuhler erwischten den besseren Start und erarbeiteten sich trotz kleiner Fehler am Boden und am Pauschenpferd einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Doch die Ringe mussten sie an die Gäste abgeben, am Barren zeigten die Gäste aus dem Breisgau die höheren Schwierigkeiten und gewannen drei der vier Duelle. So schmolz der Vorsprung der Pfuhler vor dem Reck auf einen einzigen Punkt zusammen.

Im ersten Duell am Reck konnte Dominik Fett dank eines Absteigers seines direkten Konkurrenten Antonio Huber die Führung um vier Punkte ausbauen. Anschließend sorgte Linus Mikschl mit seinem Sturz bei seinem Tkatchev-Flugteil für die Schrecksekunde des Wettkampfs. Cheftrainer Rolandas Zaksauskas und Mikschl entschieden sich, die Übung in der vereinfachten Variante weiterzuführen. Trotzdem gelang es den Gästen, diesen Fehler in vier Scorepunkte umzuwandeln. Herbolzheim setzte nun alles auf eine Karte und schickte mit Fabio Barzasi seinen besten Turner in das vorletzte Duell. Die Pfuhler konterten mit ihrem Topscorer Rokas Guscinas. Dank höherer Schwierigkeiten konnte Guscinas dieses Duell gewinnen, aber nicht für die Entscheidung sorgen. Somit ging der 15-jährige Timo Rister mit nur drei Scorepunkten Vorsprung in das letzte Duell mit Florian Wisser. Doch Rister behielt die Nerven, sicherte seiner Mannschaft mit einem gewonnen Scorepunkt den 34:30-Sieg über den TV Herbolzheim, mit dem die Pfuhler die Tabellenführung behaupteten und das eigentliche Saisonziel Klassenerhalt frühzeitig erreicht haben. Ein Sonderlob des Trainers gab es hinterher für Rister: „In dem Alter vor so einer Kulisse so eine Abgeklärtheit zu zeigen, war schon eine außergewöhnliche Leistung.“

Als einzige Mannschaft neben den Pfuhlern ist weiterhin der SSV Ulm 1846 ungeschlagen. Der Lokalrivale gewann seinen dritten Wettkampf dieser Saison bei Exquisa Oberbayern mit 38:31. Doch diesen Sieg mussten die Ulmer teuer bezahlen. Fabian Erthle wurden schon beim Einturnen von Schwindelanfällen geplagt und musste in die Klinik gebracht werden, wo er immer noch untersucht wird. Immerhin konnte ein Schlaganfall ausgeschlossen werden. Dann erwischte es auch noch Lukas Greber: Ein Tsukahara war absolviert und eigentlich sicher gelandet, doch plötzlich machte das Knie nicht mehr mit, und Greber musste den Rest des Wettkampfs auf der Matte liegend verfolgen. Nach einer ersten Diagnose hat er sich einen Kreuzbandriss zugezogen. (lev/arb)

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