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Ulm: Ulmer Sanitätshaus Häussler baut nach Brand um – das ändert sich

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Ulmer Sanitätshaus Häussler baut nach Brand um – das ändert sich

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    Schweres Gerät sorgte für den vollständigen Abbruch des Obergeschosses in der Jägerstraße
    Schweres Gerät sorgte für den vollständigen Abbruch des Obergeschosses in der Jägerstraße Foto: Sanitätshaus Häussler

    Der Bagger eines Spezialunternehmens hat tagelang ganze Arbeit geleistet: Das Obergeschoss eines Lagergebäudes des Sanitätshauses Häussler in der Ulmer Jägerstraße wurde in diesen Wochen von den großen Zähnen des Greifarmes komplett abgetragen, zerkleinert und in die bereitstehenden Container entsorgt. Nach dem verheerenden Brand am Freitag, 26. Mai, wird der Ulmer Weststadt aufgeräumt. "Es bleibt nur noch das Erdgeschoss erhalten", erklärt Firmeninhaber Armin Zepf.

    Die Substanz des 300 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Obergeschosses war nicht mehr zu retten. Riesige und weithin sichtbare schwarze Wolken zeigten am Nachmittag des Feuers, welche Hitze in dem Gebäude wütete, in dem auch Heim-Beatmungsgeräte gelagert und für neue Einsätze beim Patienten aufbereitet wurden. Der Brand hatte Erinnerungen an die Flammen geweckt, die den Fachmarkt Jehle verwüstet hatten.

    Brand beim Sanitätshaus Häussler in Ulm mit schweren Folgen

    Der Geschäftsführer ist dankbar für den schnellen Einsatz der Feuerwehr, die damals nach 30 Minuten den Brand unter Kontrolle hatte und verhinderte, dass sich dieser auf die ganze Firmenzentrale ausweitete, in dem auch ein Sanitätshaus untergebracht ist. "Dann hätte es schlimm für uns ausgesehen", ist sich Armin Zepf sicher.

    Der große Gesundheitsdienstleister mit zahlreichen Filialen in der Region hatte Glück, denn in unmittelbarer Nähe des Stammsitzes ist seine etwa 4000 Quadratmeter große Logistikfläche untergebracht und im Auchertwiesenweg rückte man zusammen, um dem Geschäftsbereich Medizintechnik Platz zu machen und umgehend eine neue Werkstatt für diese einzurichten.

    Höhe des Schaden beläuft sich wohl auf mehr als eine Million Euro

    Derzeit laufen noch die Gespräche über die Regulierung des Schadens, Armin Zepf beziffert diesen auf mehr als eine Million Euro. Zunächst war man von der Hälfte ausgegangen. Derweil wurde die Substanz der Betondecke auf dem jetzt einstöckigen Haus geprüft und für in Ordnung befunden, darum wird derzeit dort ein Flachdach für diesen Teil des Gebäudekomplexes errichtet.

    Momentan wird ein Teil des Sozialbereiches der Firma dekontaminiert. Auch dort sollen rasch wieder normale Verhältnisse einkehren. Der Geschäftsführer ist froh darüber, wie seine Mitarbeitenden umsichtig und geduldig mit der kritischen Situation des Unternehmens umgingen. "Ich zolle ihnen Dank und Anerkennung". Sie hätten sich eingebracht und dafür gesorgt, dass der Geschäftsbetrieb die ganze Zeit in voller Form aufrechterhalten werden konnte. Häussler habe nie fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen und sei stets komplett dank glücklicher Umstände lieferfähig gewesen, so Zepf.

    Es liegen belastende Wochen hinter dem Geschäftsführer, denn neben dem Alltagsbetrieb gab es eine Menge Abstimmungen mit Fachleuten und Handwerksbetrieben. Doch nun sollen die zuvor schon im Gang befindlichen Umbauarbeiten im Hause weitergehen: Häussler zentralisiert weiter und holt die gesamte Orthopädieschuhtechnik vom Betrieb in der Sedelhofgasse an den Stammsitz. Dann gibt es dort in der Ulmer Innenstadt nur noch eine Sanitätshausfiliale. Zepf: "Dann haben wir hier alles unter einem Dach und vor allem genügend Parkplätze für die Kundschaft." Ihm machen die langwierigen und schier nicht enden wollenden Bauarbeiten mit aufgerissenen Straßen zu schaffen. "Unsere Kunden sind ohnehin nicht so mobil und erreichen nur erschwert unseren Laden in der Sedelhofgasse", weiß der Orthopädietechnikmeister. (AZ)

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