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Neuburg

11.06.2019

Bahnhof: Das Tor zu Neuburg wird grüner

Die Grünfläche entlang der Bahngleise am Bahnhof Neuburg prägt momentan vor allem Wildwuchs.
Bild: Marcel Rother

Die Baywa baut in Neuburg eine neue Baustoffhalle für vier Millionen Euro. Dabei wird die Grünfläche entlang des Bahnhofs aufgewertet und neu bepflanzt.

Der Handelskonzern Baywa setzt auf den Standort Neuburg und baut für vier Millionen Euro eine neue Baustoffhalle. Für die Kunden erweitert sich dadurch das Angebot. Allerdings müssen im Zuge des Neubaus sechs große Ahornbäume gefällt werden. Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen, seine Grünfläche entlang der Bahngleise umfassend aufzuwerten. Der Bauausschuss fällte einen entsprechenden Beschluss. Wir fassen zusammen, was sich auf dem Gelände tut, was die neue Halle Kunden bietet und wie die Grünfläche am Bahnhof gestaltet werden soll.

Die Baywa will auf dem Gelände an der Augsburger Straße ihren alten Baustoff-Betrieb abreißen und einen neuen errichten. Der Neubau – angesiedelt zwischen den Werkstatthallen im Norden und dem Baumarkt im Süden – besteht aus drei Teilen: einer 1160 Quadratmeter großen Lagerhalle im Erdgeschoss, einem zweigeschossigen Büro-, Lager-, Sozial- und Ausstellungsbereich mit einer 400 Quadratmeter großen Fläche im Erdgeschoss und rund 250 Quadratmetern im Obergeschoss sowie einer erdgeschossigen Überdachung, die den Kunden und Lieferanten auf mehr als 1000 Quadratmetern zum Be- und Entladen dient. Die Zu- und Ausfahrt erfolgt wie bisher über die Augsburger Straße. Der Kundenverkehr wird über die Ostseite des Grundstücks abgewickelt, Lieferanten und Kunden, die Baustoffe Be- oder Entladen, gelangen über eine neue Rampe im westlichen Bereich zurück zur Augsburger Straße.

Diese sechs großen Ahornbäume auf dem Baywa-Gelände müssen gefällt werden. Rechts davon entsteht die neue Baustoffhalle.
Bild: Marcel Rother

Was die Baywa am Bahnhof in Neuburg plant

Für das Vorhaben müssen sechs große Ahornbäume gefällt werden. „Das ist schade, denn die Bäume befinden sich in ihrer Vitalphase“, merkte Anna Leinfelder von der Bauverwaltung an. Dass der Bauausschuss dem Vorhaben dennoch zustimmte, lag an den großzügigen Ausgleichspflanzungen, zu denen sich die Baywa verpflichtete. Darunter sechs Bäume wie Linden und Hainbuchen sowie „ökologisch sinnvolle“ Büsche für Insekten und Vögel. „Die Neupflanzungen sind ein Gewinn“, befand Oberbürgermeister Bernhard Gmehling im Bauausschuss. Bei allem Schmerz über den Verlust der gesunden Bäume, schloss sich auch der städtische Grünreferent Alfred Hornung dieser Einschätzung an. Zum einen werde „mehr gepflanzt als entnommen wird“, zum anderen sei die Grünfläche entlang des Bahnhofs derzeit vorwiegend von „Wildwuchs“ geprägt. Nach der Umgestaltung präsentiere sich die Fläche – die direkt an den öffentlichen Bereich des Bahnhofs anschließt – deutlich hochwertiger, so Hornung. Weniger diplomatisch formulierte es Neuburgs Dritter Bürgermeister Johann Habermeyer: „Der Übergang von der Baywa zum Bahnhof war immer eine Katastrophe – wenn das besser wird, ist es ein deutlicher Gewinn für das Entrée der Stadt.“

Für die Kunden bedeutet der Neubau der Baustoffhalle ein breiteres Angebotsspektrum, erklärt Georg Bichle, Geschäftsführer Baustoffe der Baywa Oberbayern Nord. So werde das Sortiment im Garten- und Landschaftsbau sowie im Trockenbau beträchtlich vergrößert. Auch die Zahl der Parkplätze steigt spürbar. Nicht zuletzt soll die Zahl der Mitarbeiter von derzeit zwölf auf später 20 erhöht werden. Bichle hofft, dass der Spatenstich für die neue Halle noch in diesem Jahr erfolgt. Läuft alles nach Plan, könnte der Betrieb Ende 2020 aufgenommen werden. Bis dann sollen auch die Grünflächen fertig angepflanzt sein.

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