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Kösching

22.05.2019

Damit der E-Wagen lange läuft

An der A9 stehen am Rastplatz Köschinger Forst (Ost und West) neue hochleistungsfähige Ladestationen für E-Autos.
Bild: kuepp

Zu der Rastanlage Köschinger Forst an der A9 gehört jetzt eine E-Tanke, an der elektrisch angetriebene Wagen besonders schnell aufgeladen werden.

Der Eichstätter Landrat Anton Knapp erinnert sich noch gut an jene nächtliche Autofahrt damals. Er wollte von Altmannstein nach Hause, hatte aber einen ziemlich leer gefahrenen Tank. Er fuhr dennoch los, hatte aber die ganze Fahrt über ein banges Gefühl. Reicht der Sprit? Komm ich noch an? Oder stehe ich bald irgendwo, mitten in der Nacht am Feld, wo keine Tanke weit und breit zu finden ist?

„High-Power-Charging (HPC) Ladepark“ am Köschinger Forst

Jahre später ist diese Sorge so manchem Fahrer eines Elektro-Autos nicht ganz unvertraut. Die Hersteller wissen das und stellen sich entsprechend darauf ein. Womit man wieder bei der Anekdote des Landrats wäre. Denn diese erzählte der am Mittwoch, als an der Autobahn-Raststätte Köschinger Forst ein sogenannter „High-Power-Charging (HPC) Ladepark“ in Betrieb genommen wurde. Die besonders leistungsfähige E-Tanke soll dazu beitragen, dass E-Fahrer frei von der bangen Sorge bleiben können, dass ihre Karre mal ohne Strom irgendwo ausrollt, wo weit und breit keine Ladestation zu finden ist.

Teil eines europaweiten Netzwerkes

Der Ladepark am Köschinger Forst wird damit – auf beiden Seiten der A9 – zu einem weiteren Standort des HPC-Netzes. Diese will dahinter stehende Unternehmen Ionity bis 2020 auf rund 400 Standorte in ganz Europa erweitern. In Deutschland werden es 80 Ladeparks sein.

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Ionity, 2017 gegründet, Sitz in München, ist ein Gemeinschaftsunternehmen von BMW, Daimler, Ford und VW samt Audi und Porsche. Und das Ziel des Joint Ventures ist eben der Aufbau eines flächendeckenden, europäischen Ladenetzwerkes. Etwa alle 120 Kilometer sollen die E-Fahrer entlang der wichtigsten Verkehrsachsen wieder aufladen können. Die Ladeleistung beträgt bis zu 350 kW. In Deutschland und in Kösching ist auch Tank&Rast mit von der Partie, die hierzulande eigenen Angaben zufolge das größte 50-kW-Schnelladenetz mit mehreren Hundert Stationen betreiben.

Einmal die Batterie voll machen kostet acht Euro

Einmal die Batterie voll machen, kostet derzeit acht Euro, wie es am Mittwoch hieß, als die Projektpartner mit Landrat Knapp und dem Bundestagsabgeordneten Reinhard Brandl den Ladepark vorstellten. Ein Audi e-tron braucht an der Ladesäule im Idealfall weniger als zehn Minuten, um sich Saft für die nächsten 100 Kilometer zu holen.

Die 80 Prozent-Marke erreicht der Wagen Unternehmensangaben zufolge nach knapp 30 Minuten. Die neuen Ladestationen sind auf dem allerletzten Stand der Technik, wie es bei der Präsentation des Ladesparks hießt, und sie sind mit dem europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS2) kompatibel. (nr, kuepp)

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