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Faurecia verliert Großauftrag

11.02.2015

Der Auftrag ist weg, aber bleibt in Neuburg

Das Werk von Autositzehersteller Faurecia im Industriegebiet Grünau von oben.
Bild: Xaver Habermeier

Das Neuburger Werk des Faurecia-Konzerns verliert im August 2016 einen Großauftrag. Statt Faurecia wird ab 2016 Magna die Sitze für den Audi A3 fertigen.

Das Neuburger Werk des Faurecia-Konzerns verliert im August 2016 einen Großauftrag. Wie die Unternehmenskommunikation bestätigte, werden ab dann keine Sitze mehr für den Audi A3 gebaut. Der Auftrag allerdings bleibt in Neuburg.

Denn ab August 2016 wird die Firma Magna die Audi-Sitze fertigen, wie der Ingolstädter Automobil-Konzern mitteilte. Audi schreibe in regelmäßigen Abständen seine Beschaffungsumfänge neu aus, um die technologische Kompetenz, Qualität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen, so Unternehmenssprecherin Elise Pham. Mit diesem Lieferantenwechsel bleibe der Auftrag der Region erhalten. Wie bereits jetzt von Faurecia werden die Sitze dann weiterhin „just in time“ mit Lkw von Neuburg an die Produktionslinie von Audi transportiert.

Zu dem verloren gegangenen Auftrag wollte sich Faurecia gestern nicht näher äußern: weder, wie groß dieser Auftrag gewesen wäre, noch wie man den Verlust kompensieren könnte. Auch gab es keine Angaben, wie viele der rund 1000 Mitarbeiter in Neuburg mit der Produktion dieser Sitze beschäftigt sind. Erich Seehars von der Industriegewerkschaft (IG) Metall schätzt, dass 300 bis 350 Faurecia-Mitarbeiter mit der Fertigung der A3-Sitze zu tun haben.

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Die Gewerkschaft möchte auch den Faurecia-Standort in vollem Umfang erhalten sehen, so Seehars. Deshalb unterstütze man das Unternehmen bei der Suche nach einem Ersatzauftrag. „Wir brauchen eine volle Auslastung des Werks“, erklärt der Gewerkschaftsfunktionär. Da Faurecia die Sitze für das Audi-Modell A4 weiter baut, kann sich Seehars eigentlich nur einen Folgeauftrag von Audi vorstellen. Man habe zwar noch eineinhalb Jahre Zeit, die Umstellung und der Umbau von Maschinen für eine andere Produktion würde aber ebenfalls dauern.

Spruchreife Ergebnisse gebe es noch nicht, da die Nachricht noch sehr frisch sei. Die Belegschaft von Faurecia war vergangene Woche bei einer Betriebsversammlung über den Auftragsverlust unterrichtet worden. Faurecia-Sprecherin Birgit Schubert kündigte weitere Gespräche mit Audi an.

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