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Kunst

24.07.2018

Die Schöpfung in sieben Bildern

Das Performance-Jugendprojekt überzeugte.
Bild: Elke Böcker

Im Performance-Jugendprojekt der Audi-Sommerkonzerte begeistern die Jugendlichen das Publikum im Alf-Lechner-Museum

Stille, nur ganz leise, kleine Bewegungen, eine schöpfende Hand, ein kreisender Fuß, ein langsam sich neigender Kopf, zum Teil wiederholt auf im Raum verteilten Bildschirmen: Siebzehn Jugendliche, ganz in schwarz und sehr ernst bei der Sache, begrüßten in dicht choreografierter Aufstellung das Publikum. Die Zuhörer hatten zuvor den Gang durch Alf Lechners monumentales Stahllabyrinth gewagt und fanden sich nun in einer Szene, die wirkte wie ganz am Anfang: Creating Creation.

Um Gegenentwürfe ging es im Performance Jugendprojekt der Audi Sommerkonzerte und des Stadtjugendrings, konkret den Gegenentwurf zu Josef Haydns monumentalem Chor- und Orchesterwerk „Die Schöpfung“. Dies war drei Tage zuvor von der Audi Jugendchorakademie im Festsaal des Stadttheaters zur Aufführung gekommen.

Über einen längeren Zeitraum hatten sich die Jugendlichen unter kundiger Anleitung mit dem klassischen Oratorium befasst und ihre eigene, aktuelle Auffassung zum Thema „Schöpfung“ in sieben mehr und mehr bewegten Bildern auf den Punkt gebracht.

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Am Beginn der performativen Installation, wie die Aufführung übertitelt war, stand „Das erste Instrument“. Von den grundlegenden Gegebenheiten „Und es ward Licht“ sowie „Am Anfang war das Wort“ ging es über die Einsicht „Alles braucht seine Zeit“ und die kreative Energie „I’m gonna make you a man“ bis hin zu der bangen Frage „Was haben wir da geschaffen?“ und dem drohenden End-Szenario „Chaos_Zerstörung?“.

Auch die passende experimentelle, teils elektronische, stark schlagwerk- und geräuschbetonte Musik hatten Alin, Alper, Ana, Anna, Daniel, Dario, David, Eduard, Isabell, Johanna, Juana-Gabriela, Levy, Marc, Melissa, Milena, Thais und Timur gemeinsam aktuell erarbeitet, wiederum in Kooperation mit Profis, Katerina Giannitsioti am Cello, Stefanie Mirwald am Akkordeon, Mathias Lechenmayr an der Percussion und Oliver Klenk an der Klarinette. Dass auch Jugendliche an ihren Instrumenten präsent waren, rundete das Bild ab.

Das Projekt kann für sich verbuchen, das Thema und die Mitwirkenden tatsächlich gleichermaßen ernstgenommen zu haben. Ein ästhetisch konsequent und pädagogisch klug gesetztes Ausrufezeichen in den diesjährigen Sommerkonzerten! (tb)

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