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Ausflugstipps

13.08.2020

Domberg, älteste Brauerei und ein Urzeit-Mammutbaum

Majestätisch: Der Urzeit-Mammutbaum in den Weihenstephaner Gärten.
Bild: Peter Abspacher

Plus Ein Trip nach Freising und Weihenstephan hat einiges zu bieten. Was zu tun ist, bevor man sich dort im Bräustüberl niederlässt.

Von der Autobahn aus sieht der Freisinger Domberg wie ein ziemlich sanfter Hügel aus. Der Aufstieg zu Fuß aus der barocken Altstadt mit ihren engen Gassen, den lichten Plätzen und den vielen stolzen Bürgerhäusern aber ist dann doch knackig. Die Mühe aber lohnt sich: Wer den Innenhof vor dem mehr als tausendjährigen Dom und dem prächtigen Kardinal-Döpfner-Haus erreicht hat, genießt einen grandiosen Ausblick auf die Isarauen und auf der anderen Seite über die gesamte Altstadt.

Und er kann sich im Dom St. Maria und St. Korbinian von der unvergleichlichen Kunst der Gebrüder Asam beeindrucken lassen, die dieses Gotteshaus im 18. Jahrhundert mit feinen Stuckaturen, Fresken und leuchtenden Gemälden ausgestattet haben. Auch wer nicht unbedingt ein Liebhaber des bayerischen Barock ist, sollte dieses in Juwel hoch über der Isar gesehen haben. Und auch die Krypa lohnt einen Besuch mit ihrer eigentümliche Stimmung und Gestaltung. Der Fußweg vom (kostenlosen) Großparkplatz am Bahnhof oder einer der reichlich vorhanden anderen Parkmöglichkeiten um die Altstadt herum ist in wenigen Minuten zu schaffen.

Beim Rundgang durch die Bischofsstadt Freising sollte man sich mehr Zeit lassen

Beim Rundgang durch die Altstadt über den beeindruckenden Marktplatz, über das Areal rund um das Rathaus oder die Korbiniansbrücke mit der Alten Schießstätte sollte man sich mehr Zeit lassen. Immer wieder fallen dem Besucher architektonische Kostbarkeiten ins Auge, die Renaissance wie die opulente Formensprache des Barock sind in vielen Facetten zu entdecken. Insgesamt strahlt diese älteste der Isarstädte mit seinen vielen Straßen-Cafes und ins Freie verlegten Wirtshäusern Leichtigkeit und Lebensfreude aus. Um den Titel „nördlichste Stadt Italiens“ konkurrieren einige Kommunen nördlich der Alpen. Freising darf in diesem Wettbewerb, neben Regensburg, auf einen Platz weit vorne Anspruch erheben.

Vor den Toren der alten Bischofs-Stadt liegt Weihenstephan, Sitz der ältesten Brauerei weltweit (das erste Brau- und Lieferrecht wurde 1040 verliehen). Schon ein flüchtiger Spaziergang durch den Campus der „grünen Wissenschaft“ birgt Überraschungen. Metall-Skulpturen von Alf Lechner und Fritz König zieren das sanft hügelige Gelände, die Forschungs- und Hörsaalgebäude erfreuen durch ihre fast schwerelose Architektur aus Holz, Glas und Metall. Im Kontrast dazu stehen die prächtige Brauerei, das ehemalige Benediktinerkloster - und das herrlich am Hang gelegene Bräustüberl mit seinen urgemütlichen Gaststuben und dem weitläufigen Biergarten. Die Speisen und Brotzeiten sind schmackhaft, nicht allzu bayrisch-deftig und zu zivilen Preisen zu haben. Und das Weihenstephaner Bier ist sowieso über jeden vernünftigen Zweifel erhaben. Vorzüglich der Obatzde, der (angeblich) genau hier erfunden wurde.

Unbedingt empfehlenswert: ein Spaziergang durch die "Staudensichtungsgärten" in Weihenstephan

Bevor man sich im Bräustüberl niederlässt, ist ein Spaziergang durch die „Staudensichtungsgärten“ in Weihenstephan unbedingt zu empfehlen. Der Name klingt etwas trocken-wissenschaftlich, in Wahrheit aber öffnet sich nicht nur für Garten- und Pflanzenkenner ein Paradies. Tausende von Blumen- Gräser, Strauch-, Stauden- und Baumarten bis hin zum Urzeit-Mammutbaum sind zu bewundern, auf kleinen Schautafeln gut erklärt, Blütenmeere wechseln sich ab mit Waldinseln und einer wohl in Deutschland einmaligen Vielfalt von Staudengewächsen. Es gibt genug schattige Plätzchen mit Bänken zum Verweilen und Genießen. Danach darf es dann vielleicht eine Halbe mehr vom weltberühmten Dunklen im Bräustüberl sein.

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