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Neuburg

16.04.2015

Donau-Brücke steht erneut zur Debatte

In welche Blickrichtung von der Elisenbrücke aus soll die Fußgängerbrücke entstehen? Flussabwärts, vom Ruderclub zur Leopoldineninsel und weiter zur Schlösslwiese? Der Bauausschuss stellt erste Überlegungen an.
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In welche Blickrichtung von der Elisenbrücke aus soll die Fußgängerbrücke entstehen? Flussabwärts, vom Ruderclub zur Leopoldineninsel und weiter zur Schlösslwiese? Der Bauausschuss stellt erste Überlegungen an.
Bild: Bastian Sünkel

Die Diskussion um eine zweite Donau-Brücke erhitzt seit Jahren die Gemüter im Stadtrat. Jetzt wagt die Stadt erneut den Versuch – und diesmal spielen nur Teile der Freien Wähler nicht mit.

Sollte tatsächlich nach Jahren der Verhandlungen, Reibereien und Abstimmungen eine zweite Donau-Brücke auf Neuburger Stadtgebiet entstehen, liegt das wahrscheinlich an dem Brückenschlag, der bereits im November gemacht wurde. Der führt nicht über einen Fluss, sondern über Fraktionsgrenzen. Zur Klausurtagung des Stadtrats im November ist die Fußgänger-, Radfahrer- und möglicherweise Einsatzfahrzeug-Brücke erneut zum Thema erklärt worden. Zur gestrigen Sitzung hat der Bauausschuss erstmals seit dem Bürgerentscheid im Mai 2014 öffentlich die Brückenfrage diskutiert.

Zwei mögliche Verläufe stellt das Gremium zur Diskussion: Im ersten Entwurf führt der Weg über die Donau vom Brandlbad zum Mühlenweg. Bei der zweiten Variante geht es um eine zweiteilige Brücke vom Ruderclub zur Leopoldineninsel und weiter zur Schlösslwiese. Die Kosten unterscheiden sich in den Berechnungen der drei Ingenieurbüros enorm: von 1,5 Millionen Euro für eine einfache Stahlkonstruktion für Fußgänger und Radfahrer am Brandlbad bis zu mehr als fünf Millionen Euro für die breite Einsatzfahrzeug-Variante über die Leopoldineninsel. Die Kostenfrage wird erst beantwortet, wenn die Planungen voran geschritten sind und der Stadtrat sich für eine Variante oder gegen den Brückenbau entschieden hat.

Doch die Zeichen aus dem Bauausschuss deuten darauf hin, dass die heftige Konfrontation wie im Jahr 2009 diesmal ausbleibt. Ralph Bartoschek spricht sich im Namen der SPD-Fraktion für den Brückenbau aus: „Wir sind zu Brückenfreunden geworden.“ Bettina Häring für die FDP. Die CSU steht seit jeher hinter dem Bau der Donau-Brücke. Allein die Freien Wähler teilen sich in zwei Lager. Das räumt Johann Habermeyer als dritter Bürgermeister ein. Es habe unterschiedliche Stimmen in seiner Fraktion gegeben, auch Gegner des Projekts. „Zu denen zähle ich mich nicht“, erklärt Habermeyer. Während Fraktionsvorsitzender Roland Harsch dem Brückenbau nicht zustimmen will.

Aus den beiden Möglichkeiten, die Brücke am Brandlbad oder am Ruderclub zu errichten, kristallisiert sich schnell ein Favorit heraus. Während Ralph Bartoschek lieber eine Brücke über die Leopoldineninsel sehen will („Wegen der Parkplätze an der Schlösslwiese und weil der Teil am Brandlbad in einem Überschwemmungsgebiet liegt.“), sprechen sich die übrigen Stadträte und Oberbürgermeister Bernhard Gmehling für die Brandlbad-Variante aus.

Bettina Häring wirft die Frage in den Raum, welche Brücke mehr Passanten benutzen würden und entscheidet klar fürs Brandlbad: Vor allem für Schüler, Touristen und Badegäste liege der Fußweg günstig.

Fraktionsübergreifend sind sich die Stadträte einig, dass eine Brücke das Stadtbild entscheidend verändern werde und damit die Entscheidung gut überlegt sein will. Deshalb wird weiter in den Fraktionen beraten und in einer der nächsten Stadtratssitzungen über die zweite Donau-Brücke abgestimmt.

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