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Ehekirchen-Schöensberg

24.11.2019

Drei Stunden jede Menge Spaß in Schönesberg

Antiquätenhändler Wilhelm Nause ist glücklich: Er hat seine „heilige Magdalena“ mit Wurmlöchern. Die tolle Idee kam vom Jagersepp, der die Statue mit seiner Schrotflinte und dem Kaliber „Vogeldunst“ behandelte. 
Foto: Doris Bednarz

Das Hollenbacher Bauerntheater feiert mit dem Dreiakter „Da is der Wurm drin“ in Schönesberg eine erfolgreiche Premiere. Um was es im Stück geht.

„Vorhang auf“ hieß es am Freitag im Festsaal des Daferners in Schönesberg zur Premiere des Hollenbacher Bauerntheaters. Die Mitglieder der Mädchengruppe und des Burschenvereins zeigten den Dreiakter „Da is der Wurm drin“ von Maximilian Vitus. Die jungen Akteure um Regisseur Matthias Artner sorgten während der dreistündigen Aufführung für jede Menge Spaß und beste Unterhaltung. Das selbstverfasste Stück „Der Lustakt“ zeigte im Anschluss Szenen aus den Theaterproben und drei selber gedrehte Clips aus der Musical- und Fernsehwelt. Mit viel Applaus, belohnte das begeisterte Publikum die Schauspieler, die mit viel Spaß und Engagement bei der Sache waren.

Mittelpunkt des Geschehens ist die Wirtsstubn der Eheleute Bene (Thomas Schinagl) und Afra Leitner (Alexandra Vogl). Der Wirt vom Gasthof von der Au ist als Brauchtumswart des hiesigen Trachtenvereins von der modernen Frisur seiner Tochter Magdalena (Theresa Specht) gar nicht begeistert. „Die ist doch Hulla-Hulla, tanzt wie ein Indianerhäuptling und sollte sich anstatt des Fingernägellackierens lieber die Hufe beschlagen“, schimpft Bene, dem sein Töchterlein so einiges an Baldrian kostet. Der Jagersepp (Quirin Förg) findet, dass Magdalena „net auf’s Maul gefallen is. Lieba gschnappig als dappig“.

Der Holzschnitzer Florian lockt nicht nur Magdalena auf eine falsche Spur

Dem talentierten Holzschnitzer Florian (Florian Kugler) gefällt Magdalenas Frisur auch nicht. Mit seiner Aussage „I mach schon no a richtigs Bauernmadl aus dir“ lockt er nicht nur Magdalena kurzfristig auf eine falsche Spur.

Wirtstochter Magdalena ist am Boden zerstört. Als sie eines Morgens mit abgeschnittenen Haaren aufwacht verdächtigt sie natürlich sofort den Holzschnitzer Florian
Foto: Doris Bednarz

Als sich im Ort der Antiquitätenhändler Wilhelm Nause (Josef Brandner) aufhält, der nach alten Heiligenfiguren Ausschau hält, hat der Ortspfarrer (Philipp Brandner) schlaflose Nächte. Er befürchtet den Raub einer antiken Statue, der heiligen Magdalena, die in einer abgelegenen Kapelle am Ortsrand steht. Er beauftragt Florian mit der Herstellung einer Kopie.

Magdalena wacht eines Morgens mit abgeschnittenen Haaren auf und verdächtigt natürlich sofort Florian. Sie verlässt ihr Elternhaus und flieht Richtung Rosenheim zur Tante, um sich dort ihre Haare in Ordnung bringen zu lassen.

Wirtstochter Magdalena ist endlich wieder zu Hause und auch noch mit angemessener Frisur. Sehr zur Freude ihres Vaters und des Holzschnitzers Florian.
Foto: Doris Bednarz

Holzschnitzer Florian bekommt am Ende anstatt Watschn ganz was anderes

Nachdem Antiquitätenhändler Nause betont, dass er für wurmstichige Heiligenfiguren leicht 2000 Mark bekommt, hat der Jagersepp eine grandiose Idee. „Den liefern wir Holzwürmer, dass grad a so kracht“, versichert er und holt seine Schrotflinte nebst „Vogeldunst“ – einem ganz feinen Kaliber. Figuren zum Üben liefert der Holzschnitzer. Als Magdalena nach zwei Tagen immer noch nicht da ist, sorgt ein Zeitungsbericht über das Verschwinden der heiligen Magdalena für Verwirrung. Sofort spekulieren Wirtsköchin Kathi (Raphaela Artner) und Florians Hauswirtin Genofeva (Eva Fürst) um die Wette. Alle Missverständnisse klären sich auf, als Magdalena, frisch beflochten und bezopft, heimkommt und frisurenmäßig nun den Vorstellungen ihres Vaters entspricht. Auch sehr zur Freude Florians, der am Ende anstatt Watschen ganz was anderes bekommt. Antiquitätenhändler Nause ist ebenfalls höchst zufrieden, er hat seine Figuren „mit Wurm drin“.

Weitere Vorstellungen: Freitag und Samstag, 29./30. November, 20 Uhr, Sonntag, 1. Dezember, 13.30 Uhr und 19 Uhr.

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