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Donau Classic

19.06.2015

Edle Karossen auf Tour

Einer von vielen Hinguckern bei der Donau Classic ist dieser Riley TT sprite special, Baujahr 1935. Er hat 1500 Kubik und 75 PS. Mit 239 weiteren kostbaren Oldtimern drehte er gestern seine Runden am Etappenziel auf dem Kurs bei Audi in Neuburg.
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Einer von vielen Hinguckern bei der Donau Classic ist dieser Riley TT sprite special, Baujahr 1935. Er hat 1500 Kubik und 75 PS. Mit 239 weiteren kostbaren Oldtimern drehte er gestern seine Runden am Etappenziel auf dem Kurs bei Audi in Neuburg.

Rekordteilnehmerfeld bei der 10. Auflage. Was sich aus der Idee aus einer Bierlaune heraus entwickelt hat

Die jüngeren Besucher auf dem Schrannenplatz und später bei Audi in Neuburg kennen die Oldtimer, die gestern bei der 10. Auflage der Donau-Classic der Ottheinrichstadt ihre Referenz erwiesen, meist nur von der wachsenden Zahl an Veranstaltungen dieser Art. Die älteren Gäste allerdings haben zahlreiche der kostbaren automobilen Raritäten noch als normale Straßen fahrzeuge erlebt. Das bindet und weckt Erinnerungen. So viele edle Karossen wie diesesmal gab es bei der Donau Classic zudem noch nicht zu sehen.

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„So einen hab’ ich auch mal gefahren. Nur in blau und mit schwarzer Haube“, erzählte ein Besucher, als Kabarettist Urban Priol mit seinem 38 Jahre alten gelb-schwarzen Opel Kadett GT/E bei Audi vorfuhr. Priol war einer von mehreren prominenten Teilnehmern auf der Tour. Mit dabei auch Motorrad-Weltmeister Stefan Bradl und Rallye-Legende Walter Röhrl. Er saß am Steuer des original Audi Sport Quattro Rallye Gruppe B aus dem Jahr 1984 und neben ihm sein Stamm-Co-Pilot Christian Geistdörfer, mit dem er zweimal die Rallye-Weltmeisterschaft gewann.

Rohrl/Geistdörfer führten das 240 Teams starke Feld aus sieben Nationen auf der ersten Etappe an, die im Raum Neuburg auch durch Ellenbrunn, Rennertshofen, Rain und Pöttmes führte. Während bei der Durchfahrtskontrolle am Schrannenplatz Fabio Pasquino die Teilnehmer das Wort führte, übernahmen auf dem Audi-Gelände Bernhard Mahler und Klaus Benz das Kommando. Bei der Einfahrt stellten sie jedes Fahrzeug und das Team vor. Was die trotz regnerischem Wetter zahlreichen Schaulustigen zu sehen und hören bekamen, war eindrucksvoll. Audi Tradition etwa, der Hauptsponsor der Donau-Classic, schickte ein Audi S2 Coupé (1990), den Ur-Quattro (1980), den Audi Sport Quattro oder die Auto Union 1000 Sp als Coupé (1960) oder Cabrio (1964) ins Rennen. Hinzu kamen ein Audi 72, ein Audi Super 90, ein Audi 80 Variant sowie der Oldie unter den an den Start gegangenen Oldies von Audi Tradition: ein Audi 920 Cabriolet von 1939. Es war aber nicht das älteste und auch nicht das teuerste Fahrzeug, das mit einer Zeit-Wertungsprüfung auf dem Rundkurs den Tag abschloss. Ob die Vertreter der Marke mit den vier Ringen (Audi, DKW, Horch, Wanderer) oder die aus den anderen Automobilschmieden wie Bentley, BMW, Alvis oder Jaguar: Unverkäufliche Exemplare zogen auf dem Kurs ihre Runden.

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Insgesamt müssen die Teams bis Samstag 20 Wertungsprüfungen auf einer Streckenlänge von 650 Kilometer bewältigen. Dabei geht es um Genauigkeit und Gleichmäßigkeit, nicht um Geschwindigkeit. Mehr als 300 Helfer sind dabei im Einsatz. Nach der Etappe gestern im Neuburger Raum bildet heute der Landkreis Eichstätt den Schwerpunkt für die Liebhaberfahrzeuge. Heute überträgt auch das Bayerische Fernsehen in der Abendschau zwischen 17.30 und 18 Uhr live von der Donau-Classic. Wie heute ist auch beim Finale am Samstag, wo es in den Landkreis Pfaffenhofen geht, das Audi Forum gegen 16.30 Uhr das abschließende Ziel.

Dann ist die 10. Auflage der Donau-Classic auch schon wieder Geschichte. Diese nahm an einem Stammtisch ihren Anfang, wo der Ingolstädter Rechtsanwalt Robert Faber aus einer Bierlaune heraus die Idee dazu hatte. Anfangs belächelt, hat sich die Oldtimer Rundfahrt mittlerweile zu einer der bedeutendesten in Europa entwickelt. Schon im Januar war kein Platz mehr frei.

Gestern wurde auch noch eine Benefizaktion für den Nachhilfeverein Elisa durchgeführt. Die Klinikclowns verkauften Lose und sechs Glückliche durften mit Le-Mans-sieger Marco Werner einige Runden auf der Fahrstrecke bei Audi drehen - übrigens in einem der lärmreduzierten Audi R8.

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