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27.06.2011

Ein Schlossfest wie im Bilderbuch

„Noch nie hatten wir zum Einzug so viele Besucher wie heuer am Donnerstag.“Marktvogt Friedhelm Lahn

Marktvogt Friedhelm Lahn ist zufrieden mit dem ersten, langen Wochenende

Neuburg Rund 60000 Besucher tummelten sich nach Schätzungen der Veranstalter am ersten Wochenende auf dem Neuburger Schlossfest. Von größeren Problemen blieben die Organisatoren verschont. Und die kleineren Pannen haben sie meist lösen können.

Marktvogt Friedhelm Lahn musste lachen, als er die Wichtigkeit des Fünf-Euro-Scheins, besser des Fünf-Taler-Scheins, erklärte. Der war nämlich Mangelware auf dem Schlossfest, da er als Pfandschein für die Tonkrüge eingesetzt wurde. Lahn aber ist sich sicher, dass sich die Banken bereits für das kommende Wochenende darauf einstellen werden. Ansonsten freut sich der Vorsitzende des Verkehrsvereins über einen gelungenen Auftakt. „Noch nie hatten wir zum Einzug so viele Besucher, wie heuer am Donnerstag.“ Und die Rückmeldung der Wirte sei auch sehr positiv. „Ob BRK, Polizei, Ordnungsamt oder die vielen anderen Helfer – wir sind inzwischen ein gut eingespieltes Team.“ Der bisherige Erfolg sei das Ergebnis der guten Zusammenarbeit, ist sich Lahn sicher.

180 Männer und Frauen stark ist die Schlosswache in diesem Jahr – Soldaten und Marketenderinnen sind darunter. Und Stadthauptmann Alois Thumann hält wieder die Sicherheitsfäden in der Hand. Er zieht für das erste Wochenende ein positives Fazit. „Die Besucher sind sehr diszipliniert und nehmen Rücksicht aufeinander.“ Und auch der Wegezoll werde von den Gästen grundsätzlich gerne entrichtet. Sehr bewährt haben sich laut dem Chef der Stadtwache die neu eingeführten Tonkrüge. „Früher wurden viele Maßkrüge widerrechtlich mitgenommen und dann irgendwo zerschlagen. Heuer haben wir bisher viel weniger Vandalismus. Die Tonkrüge sind mit dem Pfand bezahlt. Wir müssen also auch nicht mehr einschreiten, wenn die Besucher sie mit nach Hause nehmen.“ Und noch einen sehr positiven Aspekt erlebt Thumann in diesem Jahr. „Wir haben viel weniger Noteinsätze wegen stark betrunkener Jugendlicher.“ Die Abnahme des sogenannten Komasaufens stellt er ebenfalls in Verbindung mit den kleineren Krügen.

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Keinen Grund zu klagen hatte gestern der zuständige BRK-Bereitschaftsleiter Simon Baumann: „Es ist ein friedliches Fest, sehr gesellig und fröhlich, wie man es sich wünscht für ein Schlossfest.“ Sehr positiv auf die Gemüter wirken sich bisher auch die eher moderaten Temperaturen aus, glaubt Baumann.

Auch die Fieranten loben die Besucher, wie Manfred Neumeier von ihnen erfahren hat. Er kümmert sich um die Stände und Buden: „Es wurden bisher gute Geschäfte gemacht und die Besucher spielen richtig mit bei unserem Schlossfest.“ Noch am Mittwoch hatte der Sturm auch in der Neuburger Altstadt gewütet und zahlreich Stände beschädigt. Von der Kirche St. Peter waren gar Dachziegel auf den Vorplatz gekracht. „Aber bis Donnerstag war das alles wieder repariert und hatte somit keinerlei Auswirkungen auf den ersten Schlossfest-Tag.“

Probleme gebe es in der Stadt immer wieder mit widerrechtlich abgestellten Fahrzeugen, wie Tobias Pallmann berichtet. „Vor allem am Wolfgang-Wilhelm-Platz wird ab sofort abgeschleppt. Dort kann der Rettungsdienst seine Fahrzeuge sonst nicht parken.“ Außerdem seien die Behindertenparkplätze von Nicht-Behinderten belegt. Auch da versuche die Stadt Abhilfe zu schaffen. Das Park+Ride-System funktioniere prima. Allerdings hörte Pallmann eine Anekdote am Rande. Am Kino waren Besucher einem P+R-Schild hinterher gefahren und hätten vergeblich auf einen Bus gewartet. Anscheinend war dort ein Schild vom Flugtag des Jagdgeschwaders vergessen worden und hatte einige Schlossfestbesucher in die Irre geführt.

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