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Oberhausen

11.01.2019

Eine Gemeinde geht kreativ ins neue Jahr

Oberhausens Bürgermeister Fridolin Gößl vor dem Planungsmodell für das Areal rund um Schule und Rathaus. Er hat die Zukunft seiner Gemeinde fest im Blick.
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Oberhausens Bürgermeister Fridolin Gößl vor dem Planungsmodell für das Areal rund um Schule und Rathaus. Er hat die Zukunft seiner Gemeinde fest im Blick.
Bild: Manfred Dittenhofer

Die Gemeindeverwaltung in Oberhausen setzt auf Bürgerbeteiligung und gestaltet die Kommune um. Was der Bürgermeister für Pläne hat.

Außen bunt, innen noch eine Baustelle. Aber gut Ding will Weile haben. Und den Innenausbau bewerkstelligen schließlich die Jugendlichen und deren Eltern in Eigenregie. Die Rede ist von den beiden Waggons, die am Unterhausener Bahnhof ein Treffpunkt für die Jugend werden sollen – nur eines von gleich mehreren vielversprechenden Projekten der innovativen Gemeinde Oberhausen, die im kommenden Jahr fertig werden oder angefangen werden. Bürgermeister Fridolin Gößl blickte mit uns auf die Planungen.

Die Gemeinde Oberhausen will weiter wachsen

Zunächst einmal wird die Gemeinde mit ihren drei Ortsteilen Oberhausen, Unterhausen und Sinning weiter wachsen. In Unterhausen wird gerade das Neubaugebiet Hülläcker fertiggestellt. Ab Ende Juli können dort die ersten Häuser gebaut werden. Gößl rechnet damit, dass die Grundstücke bis Jahresende veräußert sind. Mit Erdgas Schwaben wurde eine Erschließungsträgerschaft abgeschlossen. So ist für den

Die Bagger rollen: Das Neubaugebiet Hülläcker im Ortsteil Unterhausen nimmt langsam Gestalt an.
Bild: Manfred Dittenhofer

Erdgasanschluss und auch für die Breitbandverbindung gesorgt.

Aber auch an anderen Stellen der Gemeinde stehen Veränderungen an. Eine Werkstatt für Künstler ist im Untergeschoss des neuen Kindergartens geplant. Momentan wird an den letzten Unterlagen für den Förderbescheid gearbeitet. Sobald der genehmigt ist, kann mit dem Bau der sogenannten Kreativwerkstatt begonnen werden. Von den rund 500.000 Euro Kosten kommt ein Großteil durch die Leader-Förderung wieder herein. Der Neubau des Kindergartens wird am östlichen Ortseingang von Oberhausen entstehen. Der Bereich rund um die Schule und das Rathaus wird gerade komplett neu überplant. Entstehen werden neben dem bereits erwähnten neuen Kindergarten samt Zufahrt und Parkplätzen ein neues Rathaus, ein Erlebnisspielplatz und drei Wohnhäuser, in denen günstige Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und andere Bedürftige angeboten werden. Die Gemeinde stellt für die drei Gebäude das Grundstück zur Verfügung. Der Freistaat tritt als Bauherr auf. „Damit schaffen wir an dieser Stelle ein neues Zentrum“, erklärte Gößl. Dort wird dann auch eine Ganztags- und eine Ferienbetreuung für Schulkinder eingerichtet. Heuer werden die Zufahrt zum neuen Kindergarten und die Kreativwerkstatt entstehen. 2020 folgen der Kindergarten und der Erlebnisplatz, 2021 dann das neue Rathaus, das einen Sitzungssaal und ein Trauungszimmer haben wird. Zudem plant Gößl schon voraus. Immer mehr Arbeit für die Kommunen bedeutet auch mehr Arbeitsplätze. „Wir halten mit größeren Räumen vor, in die auch mal ein zweiter Schreibtisch passt. Dann kann man Tätigkeitsfelder auch leichter zusammenlegen.“

Im Ortskern der Gemeinde Oberhausen hat die Dorferneuerung schon begonnen

Im Ortskern von Oberhausen hat die Dorferneuerung bereits begonnen. Dort entsteht ein Geschäfts- und Wohnhaus. Das muss aber noch lange nicht alles sein. Weitere Flächen im Ortskern, die gestaltet werden könnten, möchte die Gemeinde noch erstehen. Wie bei allen Oberhausener Projekten sitzen die Bewohner mit am Tisch. Bei Workshops und in Arbeitskreisen können sie ihre Gedanken und Wünsche einbringen.

Eine niema

Ein Treffpunkt für die Jugendlichen in der Gemeinde Oberhausen sind die beiden Waggons am Bahnhof in Unterhausen. In Eigenregie werden sie derzeit umgebaut. Die Kosten für die Anschaffung und den Transport hat die Gemeinde übernommen.
Bild: Manfred Dittenhofer

ls endende Geschichte ist die fortlaufende Sanierung der Kanäle. Sinning steht 2019 an. Dort werden in der Leidlinger Straße und in der Metzgergasse zwei Abwasserkanalstränge erneuert. Baubeginn wird im Sommer sein. Wirtschaftlich wird die Gemeinde mit der geplanten Ansiedlung von Sonax einen gewaltigen Schritt nach vorne machen. Die Hoffmann-Gruppe hat in Oberhausen 14 Hektar erstanden und will an dem neuen Produktionsstandort rund 15 Millionen Euro investieren. Mit der Ansiedlung darf die Gemeinde auf ein großes Plus bei den Gewerbesteuern zählen.

Ob Fridolin Gößl all das, was er gerade mit seinem Team in der Verwaltung plant, noch als Bürgermeister erleben wird, steht in den Sternen und liegt am Wähler. Denn Gößl tritt am 20. Januar bei der Wahl zum Landrat für den Landkreis an. Sollte er gewinnen, wird er die Früchte dieser Planungen nicht mehr ernten können. Aber dafür macht er das sowieso nicht. Und über den Ausgang der Wahl will er sich noch keine Gedanken machen. Das ergebe sich. Und eines stellt er auch unmissverständlich klar. Er ist gerne Bürgermeister von Oberhausen. „Und das kann ich auch weiterhin bleiben, sollte ich die Wahl nicht gewinnen.“

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