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Neuburg

23.04.2018

Elisa hat eine neue Geschäftsführerin

Als Vorsitzender des Familiennachsorgevereins freut sich Florian Wild über eine gute Zusammenarbeit mit Nadine Dier. Die 35-jährige Ingolstädterin managt seit dem Jahresbeginn 2018 das 65-köpfige Team um Elisa. 

Seit Jahresbeginn leitet Nadine Dier den Neuburger Familiennachsorgeverein. Die 35-Jährige übernimmt damit das Erbe von Renate Fabritius-Glassner und Hans Schöffer.

Krankheit gehört ins Alter, nicht in die Jugend. Sie gehört an den Schluss, wo sich die Spuren der Jahre nicht mehr verstecken lassen. Graue Haare, Falten, gebückter Gang. Krankheit gehört nicht zur Geburt. Und doch kommt es manchmal anders. Seit 17 Jahren widmet sich Elisa, der Neuburger Familiennachsorgeverein, solcher Schicksale und unterstützt schwerst-, chronisch-, und krebskranke Kinder der Region mit verschiedenen Hilfsangeboten. In Nadine Dier hat Elisa nun eine neue Geschäftsführerin gefunden.

Über ein Jahrzehnt hatte Renate Fabritius-Glassner die Vereinsgeschäfte gemanagt. Nachdem sie nach Regensburg an die Klinik St. Hedwig wechselte, übernahm Hans Schöffer in einer dreijährigen Übergangsphase die leitende Funktion von Elisa – allerdings auf geringverdienstlicher Basis. Dem gegenüber steht die Verantwortung, mit einem besonders großen Volumen zu jonglieren. Wie Vereinsvorsitzender Florian Wild bemerkt, hantiere man jährlich mit über einer Million Euro Umsatz. Eine Geschäftsführung auf ehrenamtlicher Basis sei nicht leistbar. „Von der Summe werden drei Viertel durch Krankenkassen refinanziert“, sagt der Mediziner. Der Rest müsse sich durch Spenden generieren. Eine Herausforderung, der sich Nadine Dier zum Jahreswechsel nun angenommen hat.

Seit Januar ist die 35-Jährige Teil des Elisa-Teams, das jährlich zwischen 250 bis 300 Familien ambulant versorgt – darunter Dienste zur Familienentlastung, Intensivkrankenpflege oder Palliativpflege. Bestochen habe Dier vor allem durch ihre Persönlichkeit, sagt Wild über die neue Geschäftsführerin. „Die Art und Weise, wie sie an Menschen herangeht, ist bemerkenswert.“ Daneben sei der Professionalitätsgrad der Ingolstädterin entscheidend gewesen. Demnach absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen. „Sie kennt den Wert der Zahlen“, urteilt Wolf bekräftigend. Doch die bloße Arbeit mit den Zahlen wurde der jungen Frau schnell zu monoton. Nach der Geburt der drei Kinder entschloss sie sich dazu, Sozialmanagement zu studieren – „um sich fachlich auch langfristig auf die Sozialbranche zu konzentrieren und kompetent auf die branchentypischen Besonderheiten eingehen zu können“, schreibt sie in einer Erklärung. In den Augen des Vereinsvorsitzenden Florian Wild schien diese Kombination ideal zu sein. „Sie bringt ihre Menschlichkeit ein und die fachliche Kompetenz.“

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Vor ihrem Antritt war Nadine Dier sieben Jahre lang bei der Interessengemeinschaft Ingolstädter Eltern als Geschäftsführerin tätig. 2017 leitete sie zudem den Familienstützpunkt am Haslangpark sowie den Familienstützpunkt Süd des Amts für Jugend und Familie. In Neuburg führt sie nun eine Belegschaft von 65 Mitarbeitern, darunter 25 Vollzeitkräfte. Sie sei gut im Team angekommen, sagt sie und lächelt. In nächster Zeit möchte die 35-Jährige das bestehende Angebot des sozialen Vereins reflektieren – im Hinterkopf stets die Frage: „Wo gibt es weiteren Bedarf?“

Nach Augsburg und Trier gilt Elisa als eine der ersten Institutionen ihrer Art. „Das Thema ist hart, aber das Team trägt sich – gerade in schwierigen Situationen“, erklärt Nadine Dier. Ihrer Ansicht nach liegt das vor allem daran, dass die Arbeit Elisas sinnstiftend ist. Zielsetzung sei immer der gute Zweck – mit Blick auf die Patienten: Lebensqualität und Schmerzfreiheit.

Termin Am Freitag, 4. Mai, spielt das Feuerbach Quartett um 20 Uhr ein Benefiz-Konzert im Audi Driving Experience Center zugunsten des Familiennachsorgevereins. Karten gibt es bei Elisa in der Bahnhofstraße 103 b.

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