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Neuburg

20.12.2020

Entwicklungsminister Müller ehrt Schülerprojekt über Flucht

Die Schüler der Neuburger Fach- und Berufsoberschule untersuchten das Thema Immigration.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Schüler der FOS/BOS Neuburg forschten zum Thema Asyl. Die Ergebnisse setzten sie in einem Spiel um. Dafür erhielten sie einen Sonderpreis von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller.

Die Fachoberschule und Berufsoberschule Neuburg gewinnt bei dem bundesweiten Schulwettbewerb „Alle für eine Welt“ einen Sonderpreis. Die Neuburger Schüler nahmen mit dem selbst konzipierten Spiel „KarmAfrika – Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ an dem Wettbewerb teil. Kürzlich wurden sie per Livestream von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ( CSU) geehrt.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik stand in diesem Jahr unter dem Motto „Meine, deine, unsere Zukunft?! Lokales Handeln – globales Mitbestimmen“. Er richtete sich an die Schüler aller Jahrgangsstufen und Schularten.

Schüler aus Neuburg überzeugen Jury

Ziel des Wettbewerbs ist, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulunterricht zu verankern und für die Themen der globalen Entwicklung zu sensibilisieren. Er findet seit 2003 im zweijährigen Turnus statt.

Die Neuburger Schüler konnten die Jury mit ihrem Beitrag „KarmAfrika – Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ überzeugen. Darin setzten sie sich mit der Flucht aus einem anderen Blickwinkel auseinander. Anders als in der Realität ist die Perspektive in ihrem Spiel vertauscht: Denn das Europa der Zukunft hat sich zu einer rechtsextremen Diktatur entwickelt. Viele Europäer fliehen in der Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Freiheit nach Afrika. Der Kontinent hat sich in dem Spiel politisch und wirtschaftlich stabilisiert und gilt als ein Sehnsuchtsort.

Ein ausgezeichnetes Spiel aus Neuburg

„Mit diesem Gedankenspiel sollen das Interesse und die Empathie der Spieler für das Schicksal von Geflüchteten geweckt werden. Ihnen soll durch das Spiel bewusst werden, dass auch sie einmal in eine Situation geraten könnten, aus ihrem Land fliehen zu müssen“, sagt die betreuende Lehrerin Marion Büchl. Büchl ist die Fachbetreuerin für die Fächer Sozialkunde und Geschichte. Die Lehrerin hat bereits mehrfach Projekte und Wettbewerbe an die Schule gebracht.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU)
Bild: Alexander Kaya

Bevor das Spiel entwickelt wurde, beschäftigten sich die Schüler intensiv mit den Schicksalen von Asylsuchenenden. In der Recherchephase wurden Geflüchtete aus Eritrea, Gambia und Afghanistan interviewt. Außerdem setzten sich die Schüler mit der politischen und sozialen Situation in den Heimatländern der Geflüchteten sowie der Flucht auseinander.

Neuburger Schüler gewinnen Workshop

Aus diesen Erkenntnissen entwickelten die Schüler das Spiel, das mit verschiedenen Ereignis- und Fragekarten die Fluchtwege nachzeichnet. Das Engagement hat sich gelohnt: Die Schüler wurden mit dem Sonderpreis der Nichtregierungsorganisation ausgezeichnet und sicherten sich damit einen Kreativ-Workshop.

Bundesweit waren mehr als 28.500 Schüler dem Aufruf gefolgt. Rund 500 Wettbewerbsbeiträge, die sich auf vielfältige Weise mit entwicklungspolitischen Themen und den nachhaltigen Entwicklungszielen auseinandersetzen, wurden eingereicht. Die Schülerprojekte reichten vom Umgang mit Ressourcen über Klimawandel und Plastikvermeidung bis hin zu nachhaltigem Konsum – die Bandbreite der Themen, mit denen sich die Schüler beschäftigten, war enorm. Neben Bundesentwicklungsminister Müller lobte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Engagement. (nr)

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