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Abschied

19.05.2015

Er war ein Neuburger, der sein Neuburg liebte

Paul Huber (Mitte) war auch einer von ihnen. Die Neuburger Feuerwehr ernannte ihn zu ihrem Ehrenkommandanten und auch das bayerische Steckkreuz der Feuerwehr, die höchste Auszeichnung im Freistaat, hat er erhalten. Auf dem Archivbild gratulieren Stadtbrandinspektor Christian Braun (links) und sein Stellvertreter Markus Rieß (rechts) Paul Huber zum 80. Geburtstag.

Paul Huber war Stadtrat, 3. Bürgermeister, Feuerwehrkommandant und Bürgermedaillenträger. Am Sonntag ist der Spenglermeister von uns gegangen, seine Spuren allerdings werden nicht verwischen

Er war ein Neuburger, er liebte sein Neuburg und er setzte sich aktiv ein für sein Neuburg. Paul Huber war dritter Bürgermeister, Stadtrat, Kreishandwerksmeister und Feuerwehrkommandant, pflegte neben diesen verantwortungsvollen Ehrenämtern ein intensives Familienleben und führte erfolgreich einen Spenglereibetrieb. Am Sonntag schloss der Bürgermedaillenträger der Stadt für immer die Augen. Paul Huber wurde 87 Jahre alt.

Paul Huber stammte aus einer Neuburger Handwerkerfamilie. Geboren wurde er im Hause Weizmann an der Fünfzehnerstraße. Sein Vater war der Spenglermeister Max Huber, seine Mutter Maria Weizmann. Nach dem frühen Tode seines Vaters 1952 musste er mit 24 Jahren den Betrieb übernehmen. Im selben Jahr heiratete er die Schlossermeistertochter Gusti Bilger, die ihm vier Kinder schenkte: Max, Petra, Cornelia und Paul, der längst den Familienbetrieb weiterführt.

Über viele Jahre engagierte sich Paul Huber auf vielfältige Weise ehrenamtlich. Von 1966 bis 1996 war er Mitglied des Neuburger Stadtrates (Bürgerblock), zwölf Jahre davon als dritter Bürgermeister. Lang anhaltende Verdienste erwirbt sich Huber auch als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg: Mit dem von ihm initiierten Umzug aus der Enge der Oberen Stadt an die Sudetenlandstraße ist sein Name seit 1974 unverrückbar verbunden. Er wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.

Kreishandwerksmeister war er von 1974 bis 1994. Während dieser Zeit führt er die Freisprechungsfeiern und den Handwerkerball ein, den der leidenschaftliche Tänzer mit seiner Gemahlin Gusti immer wieder, auch noch im hohen Alter gerne besucht hat. Seine ehrenamtlichen Aktivitäten sind Paul Huber mannigfaltig gedankt worden: Er bekam das Bundesverdienstkreuz, die Neuburger Bürgermedaille, das bayerische Steckkreuz der Feuerwehr und das goldene Ehrenzeichen der Handwerkskammer.

Neben Beruf, Familie und Ehrenämtern war Paul Huber auch noch ein recht sportlicher Typ und erfolgreicher Regatta-Fahrer beim Donauruderclub, zu dessen Ehrenmitgliedern er zählt. Mit seinem Schwager Jakob Bilger gewann er auf der Langstrecke sogar zweimal die süddeutsche Meisterschaft im Zweierkajak.

All die Spuren, die Paul Huber in seiner Heimatstadt Neuburg hinterlassen hat, werden so schnell nicht verwischen.

Der Trauergottesdienst findet am Donnerstag, 21. Mai, um 13 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Peter statt. Beerdigung ist um 14 Uhr auf dem Alten Friedhof an der Franziskanerstraße.

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