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Erweiterungsbau
27.06.2019

Die Schwalbangerschule in Neuburg wächst

Mit der Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus der Schwalbangerschule in Neuburg werden auch die Container (links) verschwinden. Ziel der Fertigstellung ist der Beginn des Schuljahres 2021.
Foto: Luis Ball

Mit Schulbeginn 2021 sollen die als Ersatz für Klassenzimmer dienenden Container an der Neuburger Schwalbangerschule verschwinden. Dann ist der Schulkomplex komplett. Der Preis dafür ist freilich hoch.

Deutlich teurer als zunächst berechnet wird der Stadt der Erweiterungsbau der Schwalbangerschule kommen. Von ursprünglich einmal zwei Millionen Euro stiegen die Kosten über 3,5 und 4,6 auf nun aktuell kalkulierten 5,1 Millionen Euro für das Projekt an. Zusätzlich notwendiger Raumbedarf durch die Mittags- und Ganztagsbetreuung sowie generell gestiegene Baupreise sind die Hauptgründe dafür. Weil zu den 11,25 Millionen Euro Baukosten für das bestehende Schulhaus im Nachklang noch ärgerliche rund 500.000 Euro aufgrund des Streits mit einer Abbruchfirma kamen, steigen die Kosten für den Gesamtkomplex auf stattliche knapp 17 Millionen Euro. In Betrieb genommen werden soll der Anbau zum Schuljahr 2021.

Gemeinsam mit Clemens Herrle vom Architekturbüro Herle & Herrle stellte Alexander Regler vom städtischen Bauamt die Ergebnisse des aktuellen Gebäude- und Freianlagenentwurfs vor. Die Erweiterung an das im September 2015 eingeweihte Schulhaus solle, erklärte Herrle, eine harmonische Einheit bilden und nicht als Anbau wirken. Fassadengestaltung, Innenausbau und die Konstruktion als Massivbau orientierten sich am bestehenden Gebäude. Zu den 13 bestehenden Klassenzimmern, in denen derzeit 310 Schüler unterrichtet werden, kommen dann weitere drei hinzu. Zusätzlich wird es eine Reihe zusätzlicher Räume geben. Neben Gruppen-, Team- und Musikraum unter anderem im Erdgeschoss eben auch die für die Mittags- und Ganztagsbetreuung. Die Barrierefreiheit stellt ein Aufzug sicher.

Die Rektorin der Schwalbangerschule in Neuburg weist auf die deutlich gestiegene Nachfrage nach einer Ganztagsbetreuung hin

Wie Rektorin Gertrud Kuyten am Ende erzählen wird, ist die Nachfrage nach einer offenen Ganztagsbetreuung enorm gestiegen. Für das neue Schuljahr lägen bereits 98 Anmeldungen vor. Mit ihren Kollegen freue sie sich schon auf die erweiterten Räumlichkeiten, mit denen die Schwalbangerschule wieder vierzügig werden wird. Wie bereits einmal angedacht, kann es dann möglicherweise auch wieder zu einer Sprengeländerung kommen.

Von den Gesamtkosten in Höhe von 5,1 Millionen Euro werden 1,9 Millionen Euro von der Regierung von Oberbayern gefördert. Auf Wunsch von Oberbürgermeister Bernhard Gmehling sollte Alexander Regler noch einmal erläutern, dass schon kurz nach Baubeginn klar gewesen sei, dass die neu gebaute Schule den erforderlichen Bedarf nicht decken würde. Zum Zuzug änderten sich vor allem durch die Mittags- und Ganztagsbetreuung auch die gesetzlichen Vorgaben, was den Raumbedarf an Grundschulen angehe. Ein erforderlicher Erweiterungsbau sei daher schon damals in die weitere Planung mit einbezogen worden. Das jetzige Raumprogramm sei aufgrund der aktuellen Bestimmungen entwickelt worden. Aus diesem Grund erhält die Stadt mit 1,9 Millionen Euro auch eine hohe Fördersumme vom Freistaat. „Hätten wir schon damals vier Klassenzimmer mehr gebaut, hätten wir dieses Geld nicht bekommen“, verdeutlichte Regler.

Baubeginn für den Erweiterungsbau an der Neuburger Schwalbangerschule ist im Frühjahr kommenden Jahres

Aufgrund der stetig steigenden Schülerzahlen ist geplant, dass die erweiterte Grundschule im September 2021 in Betrieb geht. Dann können auch die als Klassenzimmerersatz dienenden Container abgebaut werden. Um den Zeitplan einzuhalten, werden im kommenden Monat Bau- und Förderantrag bei der Regierung eingereicht. Noch Ende 2019 sollen Rohbau- und Haustechnikarbeiten vergeben werden. Der Baubeginn ist für März 2020 vorgesehen. Ende Juli 2021 soll das Gebäude fertig sein. Nach der Inbetriebnahme im September folgen noch die Fertigstellung des Pausenhofes und bis Frühjahr 2022 die der Außenanlagen. Vom Stadtrat gab es für Finanzierung, Raum- und Zeitplanung ein einstimmiges Votum.

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