Newsticker

Drosten warnt: Corona-Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Fußgängerbrücke über die Donau geht in Planung

Verbindung vom Brandlbad zum Wertstoffho

17.06.2009

Fußgängerbrücke über die Donau geht in Planung

Auf Höhe des Brandlbades soll eine Fußgängerbrücke über die Donau gebaut werden. Die Idee ist nicht neu, doch dieses Mal scheint es die Stadt - und vor allem die CSU-Fraktion im Stadtrat - ernst zu meinen. Erste Entwürfe wurden bereits gefertigt. Gestern Abend wurde im Bauausschuss beschlossen, die Planungen weiter voranzutreiben. Von Barbara Feneberg

Neuburg Auf Höhe des Brandlbades soll eine Fußgängerbrücke über die Donau gebaut werden. Die Idee ist nicht neu, doch dieses Mal scheint es die Stadt - und vor allem die CSU-Fraktion im Stadtrat - ernst zu meinen. Erste Entwürfe wurden bereits gefertigt. Gestern Abend wurde im Bauausschuss beschlossen, die Planungen weiter voranzutreiben.

So hat das Ingolstädter Ingenieurbüro Grad eine Skizze der Brücke bereits vergangene Woche den Fraktionsvorsitzenden vorgestellt und die Mehrheit überzeugt. Das filigrane Bauwerk soll gut 160 Meter lang und eine aufgehängte Seilkonstruktion werden. Ein 40 Meter hoher Pylon auf dem Südufer der Donau, also auf der Seite des Brandlbades, soll das ganze Konstrukt halten. Der Mast würde die in der Nähe stehenden Bäume um etwa zehn Meter überragen. Im Norden würde die Brücke auf Höhe des Wertstoffhofes ans Ufer stoßen.

Das Konzept sieht vor, dass die Brücke in erster Linie von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird. Doch im Notfall können auch Autos die 3,5 Meter breite Verbindung befahren. Sollte die Donaubrücke am Schloss einmal gesperrt sein, könnten Einsatzfahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen hier entlang fahren.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Während die CSU-Fraktion, allen voran Oberbürgermeister Berhard Gmehling, begeistert hinter dem Projekt stehen und vor allem von der Architektur des Brückenbaus schwärmen, stemmen sich die Sozialdemokraten und Freien Wähler vehement gegen den Plan. "Das ist das Sinnloseste, was wir überhaupt machen können", sagte Roland Harsch (FW). Er plädierte, stattdessen lieber eine zweite Donaubrücke zu planen und somit die Verkehrslage insgesamt zu entzerren.

Auch Karlheinz Katzki von der SPD schmetterte gegen die Fußgängerbrücke: "Das ist nur eine halbe Sache und damit herausgeschmissenes Geld", sagte er. Den Auftrag zur Stadtentwicklung solle man ernst nehmen und notfalls auch gegen Bürgerbegehren und Proteste eine ordentliche Donaubrücke planen.

Die Argumente der Stadtratskollegen ließ Oberbürgermeister Gmehling nicht auf sich sitzen. "Das ist keine halbe Sache, sondern eine Investition für die Bürger", sagt er. Mit einer großen Donaubrücke sei das Projekt nicht zu vergleichen. "Ich prophezeie ihnen, dass diese Brücke der Ort werden wird, an dem die meisten Fotos in dieser Stadt geschossen werden."

Walter Friemel ( CSU) betonte vor allem den Sicherheitsaspekt. "Im Notfall sind die Bürger von Bittenbrunn und Laisacker über diese Brücke schneller zu erreichen." Und noch einen Vorteil habe die Brücke, so sein Parteikollege Fritz Goschenhofer. Wer zum Brandlbad möchte, könne am Nordufer der Donau parken und hinüber laufen.

Bisher sind die Kosten für die Brücke auf drei Millionen Euro geschätzt, wobei die Stadt mit 1,5 Millionen Euro Förderung rechnen kann. Am 30. Juni wird das Projekt erstmals in großer Runde im Stadtrat diskutiert.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren