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12.07.2019

Gemeinsam etwas für den Umweltschutz tun

So, wie Gott sie erschaffen hat, blüht diese Wiese am Ende von Heinrichsheim. Sie wurde heuer erst einmal gemäht, um vielen Insekten einen Lebensraum zu bieten.
Bild: Manfred Rinke

redaktion@neuburger-rundschau.de

Es ist eigentlich gar nicht schwer. Man muss nur wollen. Die Beispiele, mit denen die Stadtgärtnerei, Privatpersonen oder Firmen schon jetzt durch angelegte Blühflächen innerhalb des Stadtgebiets den Insekten eine Nahrungsgrundlage bieten, belegen dies. Und so wie Stadtrat Alfred Hornung die Reaktionen aus der Bevölkerung deutet, die er bis jetzt schon wahrgenommen hat, scheinen noch mehr Menschen bereit zu sein, sich um angelegte Blühflächen zu kümmern.

Als das Volksbegehren zum Thema Artenvielfalt lief, wurde vor allem den Landwirten der „Schwarze Peter“ für das Insektensterben in die Schuhe geschoben. Wer sich allerdings mit Bauern unterhielt, musste erkennen, dass diese eigentlich nichts Unrechtsmäßiges machen. Sie bewirtschaften ihre Flächen nicht zuletzt auch so, dass sie aus den angebotenen Fördertöpfen bedient werden, um über die Runden zu kommen, um ihre Familien ernähren zu können. Hätte es für das Anlegen von Blumenwiesen eine entsprechende finanzielle Unterstützung gegeben, wäre das bestimmt ein Anreiz für so manchen Landwirt gewesen. Das hat sich ja im Anschluss an das Volksbegehren gezeigt, als clevere Bauern Bürger mit ins Boot holten, die gemeinsam eine Blühwiese finanzierten.

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Artenschutz ist auch eine Aufgabe der Kommunen

Auch eine Kommune, und da hat Alfred Hornung recht, steht, wenn es um den Erhalt der Artenvielfalt geht, in der Pflicht, weil es genügend Flächen gibt, die so angelegt werden können, dass sie Insekten Nahrung bieten. Und offenbar gibt es ja eine Reihe von Bürgern, die die Sache schon unterstützen und noch weiter unterstützen würden. Außerdem hat jeder, der einen Garten besitzt, ebenfalls die Möglichkeit, zumindest auf einer kleinen Fläche seinen Teil dazu beizutragen. Hand in Hand wird es gehen.

Und dann braucht man nur noch die Augen und Ohren aufzumachen und genießen. Plötzlich sieht man wieder einmal Schmetterlinge und hört das Summen und Brummen von Hummeln und Bienen in der bunten, wilden Blumenpracht. Ob im heimischen Garten oder mitten in der Stadt.

Lesen Sie dazu den Artikel "Mit Blühwiesen das Stadtbild in Neuburg bereichern" von Manfred Rinke.

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