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Neuburg

09.03.2018

Hinter der Glasfassade des Paper-Shop-Neubaus

Zwischen Sehensander Weg und Bundesstraße wird ein imposanter Glasbau entstehen: Der Paper Shop plant in vier Stockwerken mit Fachmarkt, Lager, Vertrieb und Gastronomie einen in sich stimmigen Bau, der schon vom Donauwörther Berg die Kulisse auf das moderne Neuburg lenken soll.
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Zwischen Sehensander Weg und Bundesstraße wird ein imposanter Glasbau entstehen: Der Paper Shop plant in vier Stockwerken mit Fachmarkt, Lager, Vertrieb und Gastronomie einen in sich stimmigen Bau, der schon vom Donauwörther Berg die Kulisse auf das moderne Neuburg lenken soll.
Bild: Bastian Sünkel

Am westlichen Stadtrand entwickelt sich das modernste Gewerbegebiet der Stadt. Paper-Shop-Inhaber Hermann Henle geht mit dem Trend und erzählt von der Leidenschaft für hochwertige Stifte und stimmige Konzepte.

Manchmal versteckt sich Leidenschaft an Orten, an denen man nicht mit ihr rechnet. Im Fall von Hermann Henle geht man durch die Eingangstür des Paper Shops im Ostend, vorbei an Ordnern, Stiften und Papier, zur Hintertür wieder hinaus und in den Vertriebsraum hinein. Neben den versandfertigen Kartons wartet schließlich ein Schatz, den der Händler für Schreibwaren und Bürobedarf nur Kunden mit einem Faible für die Meisterklasse des Schreibgeräts zeigt. Die in leuchtenden Glaskästen ausgestellte Stiftkollektion des Grafen von Faber-Castell übertrifft den Wert alltagsüblicher Stifte ums Hundertfache. Aber dafür und daraus sind sie auch gemacht: für Menschen und von Menschen mit einer glühenden Leidenschaft für die hohe Kunst des Schreibens.

Hermann Henle, 49, ist einer jener Unternehmer, die von ihrem Beruf sagen, dass er sich nur mit Leidenschaft betreiben lasse. Die lokale Schreibwarenbranche hat vor der fortschreitenden Digitalisierung sicher schon rosigere Zeiten erlebt. Aber seinem Unternehmen mit der Zentrale in der Danziger Straße und der Filiale in der Adlerstraße gehe es gut und nun will der Inhaber seiner Leidenschaft neuen Raum schaffen.

Eine 20 Meter hohe Glasfassade

Hinter der Glasfassade des Paper-Shop-Neubaus

Zwischen Bundesstraße 16 und Sehensander Weg plant Hermann Henle einen imposanten Bau nach dem Entwurf des Architekten Klemens Herrle: 20 Meter hohe Glasfassade, vier Etagen, Fachmarkt, Lager und Gastronomie unter einem Dach. Seit sein Bauantrag am Mittwochabend mit voller Unterstützung der Stadträte angenommen wurde, haben seine Kunden viele Fragen an ihn und seine Partnerin Barbara Riesinger: Schließen die Läden im Ostend und in der Innenstadt? Nein, antwortet der Inhaber. Schließungen seien nicht geplant. Ganz im Gegenteil: Der Standort an der Danziger Straße sei, seit Hermann Henle den Lebensmittelladen seiner Eltern 1992 in den Paper Shop umgewandelt hat, ein Glücksfall. Wer wird im vierten Stock die Gastronomie betreiben oder wird der Paper Shop nun nebenbei zum Lokal? Barbara Riesinger lacht. Auch wenn sie jeden Sonntag Kuchen backt, haben weder sie noch ihr Mann vor, die Skybar zu betreiben.

Also was steckt hinter der Glasfassade? Der Inhaber erklärt: „Bei der Vergabe der Gastronomie gibt es unsererseits eine Wunschliste, aber noch keine konkrete Entscheidung.“ Das heißt, Hermann Henle sucht einen Gastronomen, der ihn mit seinen Ideen überzeugt. Der Neubau müsse von einem „stimmigen“ Konzept getragen werden.

Aber es geht ja nicht nur um das Obergeschoss mit Dachterrasse, auch wenn das viele Neuburger interessiert. In den drei Stockwerken darunter will der Händler zum „Büro-Allrounder“ werden. Das zweite Stockwerk wird zu Büroetage, Erdgeschoss und erster Stock wird sich etwa halb-halb in Lager und Vertrieb sowie den Fachmarkt verwandeln. In beiden Teilen will Hermann Henle Qualitätsware und Beratung anbieten und vor allem in die Breite expandieren. Neben den bekannten Schreibwaren und Büroartikeln soll der Fachmarkt künftig (ergonomische) Büromöbel anbieten und vor allem die Bereiche Familie, Kind und Schule ausbauen.

Auch der Vertrieb soll weiterentwickelt werden und zu den zehn bisherigen Vollzeit- weitere Stellen geschaffen werden. Wie viele? Das kann Hermann Herrle noch nicht mit Sicherheit sagen. Wichtig sei ihm vor allem, moderne und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen und auch überregional mit dem repräsentativen Bau und dem Vertrieb Kunden zu gewinnen. 2019 will der Händler loslegen. Bis dahin steht sicher auch fest, ob und wo der Graf von Faber-Castell seinen neuen Stammplatz finden wird.

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