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Ingolstadt: Ein Fuchs, der Zither spielt

Ingolstadt

Ein Fuchs, der Zither spielt

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    Josef Brustmann eröffnete die 33. Ingolstädter Kabaretttage. Er bot Komik und Liedkunst, setzte Zither, Gitarre und Quetsch’n ein.
    Josef Brustmann eröffnete die 33. Ingolstädter Kabaretttage. Er bot Komik und Liedkunst, setzte Zither, Gitarre und Quetsch’n ein.

    Mit „Fuchs-Treff – nix für Hasenfüße“, seinem herrlich vielschichtigen Musikkabarett sorgte Josef Brustmann für einen sehens- und hörenswerten Beginn der 33. Ingolstädter Kabaretttage. Bereits zum zehnten Mal sei er wohl Gast in der Neuen Welt, erzählte er den erwartungsvollen Gästen und legte dann auch gleich los.

    Mit viel Wortwitz, stimmungsvollem Instrumentengebrauch und geübtem Beobachtungsblick spürte er den Eigenarten im vogelwilden Bayern von Gestern und dessen – oftmals merkwürdigen – Veränderungen im Heute nach.

    Dabei beginnt er mit seinem eigenen Leben, lässt seine Gäste an einer fast sentimentalen Rückschau in die Jugendzeit teilnehmen. Da gab es zum Beispiel die „Summer“ Kathi, die beim Küssen einen Summton erzeugte oder die sich stetig steigernde Ausbeute beim Dreikönigssingen, die das Wirtschaftswunder widerspiegelte. Es gab aber auch die unendlich große Freiheit in den sommerlichen Isarauen, die heute oftmals zur kleinen Freizeit geschrumpft ist. Auch die Geschichte von der in der Badewanne auf Passgröße geschrumpften Levis weckt viele Erinnerungen im hin- und mitgerissenen Publikum. Die Jugend kommt nämlich meistens zu früh – , ehe man ihr Glück begreift, ist sie vorbei.

    Brustmann schlägt auch fein- und hintersinnige politische Töne an. Oberbayern ist für ihn das „Mausoleum der gescheiterten Kanzlerkandidaten“ und er philosophiert von Strauß über Stoiber und Seehofer bis hin zu Söder und den oftmals geschundenen Begriff der „Demokratie“.

    Doch „Fuchs-Treff“ wäre weder Musik noch Kabarett, würde der Bühnenprofi Brustmann nicht für Komik und Liedkunst sorgen. So schreit denn der Fuchs frühmorgens im Hühnerstall: raus aus den Federn. So werden denn auch immer wieder die Zither, die Gitarre oder die Quetsch’n eingesetzt. „Across the Universe“ von den Beatles auf der Zither und mit Discokugelglanz oder der Schefflertanz des Münchner Glockenspiels live mit Petra aus dem Publikum und mit Unterstützung der Besucher steigern die allgemeine Begeisterung. Schade, dass der schlaue Fuchs irgendwann nach Hause musste.

    Weitere sehenswerte Kabarettprogrammpunkte sind Hosea Ratschiller am Mittwoch, 25. Januar, in der Neuen Welt, Thomas Stipsits & Manuel Rubey am Donnerstag, 26. Januar, in der Eventhalle und Christian Hölbling am Montag, 30. Januar, in der Neuen Welt.

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