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Neuburg

16.01.2020

Kindertheater: Wolf und Schaf sind zwei ungleiche Freunde

Ein ungleiches Paar: Maike Frank als Schaf kümmert sich um den hungrigen Wolf (Claudia Roth), der das Schaf eigentlich fressen wollte.
Bild: Elena Winterhalter

Plus Das Landestheater aus Dinkelsbühl bringt „Ein Schaf fürs Leben“ auf die Bühne des Neuburger Stadttheaters. Darum geht es.

Hungrig und frierend schleicht Wolf um das Schaf herum. Seit Tagen hat er nichts gegessen. Schaf dagegen ahnt nichts Böses. „Ich hab’ Essen“, sagt es fröhlich und bietet dem Wolf altes Brot und jede Menge Heu an. Der verzieht nur angewidert das Gesicht.

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Das Kinderstück „Ein Schaf fürs Leben“ basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Maritgen Matter und handelt vom Beginn einer sehr ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Tieren. Die gelungene Inszenierung des Landestheaters Dinkelsbühl überzeugt im Neuburger Stadttheater mit zwei markanten Charakteren und einer kreativen Umsetzung. Einzig für die Interaktion mit den Kindern im Publikum war zu wenig Raum.

Das Stück „Ein Schaf fürs Leben“ kommt ohne Schnickschnack aus

Erzählt wird die Geschichte von Wolf, gespielt von Claudia Roth. Sein erstes Wolfsgeheul entlockt den Kindern schon mal ein beeindrucktes Raunen. Bei einem Bauernhof trifft Wolf dann auf Schaf – gespielt von Maike Frank. Sie braucht nicht mehr als einen Wollpulli und eine Mütze mit Schlappohren dran, um sich überzeugend in das treue Schaf zu verwandeln. Insgesamt kommt das Stück, dank pfiffigen Ideen, ohne Umbaupausen und unnötigen Schnickschnack aus.

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Szenen wie die rasante Schlittenfahrt, die sich auf der Bühne des Stadttheaters schwer umsetzen lassen, stellen die beiden Schauspielerinnen als Schattentheater dar. Während Schaf denkt, dass sie und Wolf auf dem Weg zu einem Ort namens „Erfahrungen“ sind, sucht Wolf einen abgelegenen Ort, um endlich seinen Hunger zu stillen.

Abwechselnd bringen die beiden Schauspielerinnen die Geschichte auch als Erzählerinnen voran. Als Wolf in einem zugefrorenen See einbricht und von Schaf gerettet wird, müssen die Erzieherinnen einige der Kinder ermahnen, sich wieder hinzusetzen.

Gespannt verfolgen die jungen Zuschauer, wie Wolfs Magen nach seiner Rettung immer noch knurrt. Als er interessiert am Schaf schnuppert, schreit ein kleines Mädchen aus dem Publikum entschieden „Nein!“. Andere stimmen ein. Danach kann sich der Wolf dem Schaf nicht mehr nähern ohne mahnende Rufe aus dem Publikum.

Die Kinder sind weitgehend gebannt vom Geschehen im Stadttheater

Immer wieder kommt Wolf in Versuchung, das Schaf doch noch zu verspeisen. Immer wieder kommt es anders. Diese Wechsel sorgen zunächst für Spannung, wiederholen sich im Stück aber zu oft. Am Ende, als der Wolf dann sogar Spieß und Messer zur Hand nimmt, um dem Schaf zu Leibe zu rücken, hört man es hier und da ungläubig fragen „Frisst er es jetzt?“

Auf das, was im Publikum passiert, gehen die Schauspielerinnen nicht ein. Trotzdem sind die Kinder über weite Strecken gebannt vom Geschehen auf der Bühne. Die beiden Darstellerinnen verstehen es, die eher düsteren, aber immer kindgerechten Szenen rund um den hungrigen Wolf stets mit lustigen Einlagen aufzulösen.

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