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Rennertshofen-Kienberg

03.11.2019

Leonhardiritt trotzt dem Regen

Pfarrer Georg Guggemos gab allen Teilnehmern den Segen. 
Foto: Michael Geyer

47 Pferde und sechs Kutschen waren in diesem Jahr beim Kienberger Leonhardiritt mit dabei, schließlich gab es ein Jubiläum zu feiern.

Auch Regen kann dem Kienberger Leonhardiritt nichts anhaben. Das bewiesen gestern 47 Pferde samt ihren Reitern und sechs Kutschen. Heuer feierte dieser alte Volksbrauch mit der 30. Auflage seit seiner Wiedererweckung aus dem Dornröschenschlaf im Jahre 1989 ein kleines Jubiläum. Damals wurde die seit einigen Jahrzehnten eingeschlafene Tradition durch Pfarrer Stanislaus Kryszkowski und den Kienbergern wieder belebt und damit vor dem Vergessen bewahrt.

Am Sonntag beherrschten Regenschirme das Bild. Im Vergleich zu den Vorjahren waren es trotzdem nicht weniger Besucher, die den Kienbergern die Treue gehalten hatten und sich das schöne Bild nicht entgehen lassen wollten. Das freute ganz besonders die Organisatoren Bettina Kugler und Josef Gröbl vom Pfarrgemeinderat der Pfarrei Sankt Peter. Am Wegrand bewunderten Bürgermeister Georg Hirschbeck mit seiner Gattin Sofie und zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates die schönen Tiere.

Das geweihte Brot schmeckte den Pferden ganz besonders.
Foto: Michael Geyer

Pfarrer Georg Guggemos und Landrat Peter von der Grün mit seiner Familie durften auf der Kutsche von Helmut Schreiber Platz nehmen, der sich trotz eines zweiten Termins für Kienberg Zeit genommen hat. Das Gefährt wurde von zwei prächtigen Holsteinern gezogen: „Großmutter und Enkel“, verriet Helmut Schreiber. „Die Mutter ist schon auf der Jagdveranstaltung in Schloss Grünau. Ich mach da heute auch noch mit.“

Die Pferdebesitzer hatten sich wieder alle Mühe gegeben und ihren Tieren liebevoll Zöpfe in die Mähnen geflochten und sie fantasiereich mit Blumen und Kränzen geschmückt. Aus allen Richtungen waren die Teilnehmer nach und nach eingetroffen und versammelten sich im Norden des Dorfes. Den längsten Weg hatten wohl die Reiter aus Druisheim, Gerolfing und Karlshuld. Mit dabei, wie alle Jahre, waren die Rennertshofener, Rohrbacher, Riedensheimer, Bertoldsheimer, Graisbacher, Hüttinger und Tagmersheimer Pferdefreunde. Dem Zug ritt ein stolzer Kreuzträger auf einem Rappen voraus, dahinter folgten die Musikanten der Jugend- und Marktkapelle Rennertshofen, die mit schmissiger Marschmusik den Takt vorgaben. Sechs Kutschen, so viele wie schon lange nicht mehr, sorgten für Auflockerung unter den Reitern. Darunter waren auch viele Kinder, die ganz stolz waren, dass sie bei einem solchen Umzug mitmachen durften.

Viele Zuschauer beim Leonhardiritt in Rennertshofen-Kienberg

Am östlichen Ortsende wendete der Zug und führte zurück zur Kirche. Dort intonierte die Kapelle einen feierlichen Choral und Pfarrer Guggemos erbat Gottes Segen und Schutz vor Krankheit und Seuchen und schloss auch Reiterinnen und Reiter und andere Vierbeiner in sein Gebet ein. Danach weihte er die Brote, besprengte die Tiere und Reiter mit Weihwasser und segnete sie. Die Veranstalter des Pfarrgemeinderates verteilten die geweihten Brote und hefteten jedem Tier eine Erinnerungsschleife an. Nach dem Leonhardiritt versammelten sich viele Gäste in der Wallfahrtskirche zur Feier des Patroziniums.

Bilder vom Leonhardiritt gibt es hier.

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