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Neuburg

28.05.2015

Mehreinnahmen sind schon verplant

Die Mehreinnahmen der Stadt Neuburg sind schon verplant.

Die Stadt hat gutes Jahr 2014 hinter sich. Dennoch gibt es laut Kämmerer keinen Grund zur Euphorie.

Neuburg Erfreuliche Zahlen konnte Stadtkämmerer Markus Häckl den Neuburger Stadträten präsentieren. Die Jahresrechnung 2014 fiel nämlich weitaus positiver aus als gedacht. Doch obwohl die Stadt die Rücklagen mehr als verdoppelt und im Verwaltungshaushalt eine deutlich höhere Zuführung zum Vermögenshaushalt erzielte, besteht kein Anlass zur Euphorie. Dafür gibt es Gründe.

Ein entscheidender aus Sicht von Markus Häckl ist der Stand der Schulden. Der hat sich bis Ende des vergangenen Jahres nämlich um 2,2 Millionen Euro auf 26,1 Millionen erhöht. Bedeutet für Neuburg eine Pro-Kopf-Verschuldung von 907 Euro und damit deutlich mehr als im Durchschnitt vergleichbarer Städte im Freistaat (674 Euro).

Oberbürgermeister Bernhard Gmehling konnte sich über das „erfreuliche Jahr 2014“ nur eingeschränkt freuen. „Denn es bleibt dabei: Viel von dem, was wir mehr eingenommen haben, ist schon wieder verplant, nicht zuletzt in die in Neuburg notwendigen Kindergärten.“ Kämmerer und Oberbürgermeister waren sich letztlich einig, dass die Investitionstätigkeit mittelfristig abnehmen müsse, da weitere Schulden nicht mehr zu stemmen seien. Das treffe, Häckl, in verstärktem Maße auch auf die Stadtwerke zu. Der Schuldenstand beim städtischen Eigenbetrieb schießt, bedingt durch den weiteren Auf- und Ausbau der Nahwärmeversorgung, enorm in die Höhe. Ende 2015 wird er voraussichtlich rund 40 Millionen Euro betragen.

Für das unerwartet gute Ergebnis im Rekordhaushalt 2014 (insgesamt 80,8 Millionen Euro) sorgten vor allem Mehreinnahmen bei der Gewerbe-, Grunderwerbs- und Einkommenssteuer. Weil gleichzeitig weniger Geld ausgegeben werden musste, fiel die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt (Ansatz 2,65 Millionen Euro) deutlich höher (6,3 Millionen) aus. Investiert wurden in den Erwerb von Grundstücken nahezu drei Millionen Euro und in Baumaßnahmen gut zehn Millionen Euro. Die Rücklagen konnten letztlich um beachtliche 2,3 Millionen auf knapp 4,5 Millionen Euro aufgestockt werden. Die „freie Finanzspanne“, das heißt, der Betrag, über den für Investitionen im Vermögenshaushalt frei verfügt werden kann, beträgt nun knapp 5,4 Millionen Euro.

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