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Neuburg

23.10.2018

Neuburg bekommt ein Café für Alleinerziehende

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Während sich die Kinder musikalisch ausprobieren, können sich ihre alleinerziehenden Eltern im Vereinsheim der Stadtkapelle austauschen. Das Projekt Klangzwerge von Familienzentrum und Stadtkapelle soll ab Januar eine Anlaufstelle für Menschen sein, die ihre Kinder alleine groß ziehen.

Single-Eltern haben mit vielen Hürden zu kämpfen. Was oft fehlt, sind Entlastung und Gesprächspartner. Stadtkapelle und BRK rufen deshalb einen Treff ins Leben.

Kinder fertig machen, in die Betreuung fahren und ab zur Arbeit. Nach dem Feierabend wartet daheim schon die Hausarbeit, der Nachwuchs will spielen und schließlich ins Bett gebracht werden. Für Alleinerziehende ist das Alltag. Eigene Bedürfnisse und Probleme stehen meist hinten an. Oft ist niemand da, mit dem Mutter oder Vater über alltägliche Themen und Hürden sprechen können. Das wollen die Stadtkapelle Neuburg und das Familienzentrum des BRK nun mit dem Projekt „Klangzwerge“ ändern.

Während sich die zwei- bis vierjährigen Kinder musikalisch austoben können, haben Alleinerziehende die Möglichkeit, sich zu entspannen, mit anderen Elternteilen zu reden und sich eine kurze Auszeit zu gönnen. Verena Bauer vom Familienzentrum betont: „Wir bieten einen geschützten Raum, in dem sich Alleinerziehende über ihre Sorgen und Nöte austauschen können.“ Die Idee zu dem Projekt hatte Nino Alfke, Vorsitzender der Stadtkapelle. Er habe selbst viele Bekannte, die alleinerziehend und ziemlich einsam sind. Außerdem erhofft er sich von den „Klangzwergen“ gleich zwei Vorteile: „Alleinerziehende tun sich oft schwer, Anschluss zu finden. Zudem sind wir als Verein immer auf die Nachwuchsförderung unserer Kapelle bedacht.“

Ziel der „Klangzwerge“: Alleinerziehende sollen in dem Café Anschluss finden

Um die musikalische Frühbetreuung kümmert sich Gabriella Lay, die auch den Musikgarten leitet. Eine halbe Stunde wird sie mit den Kindern singen und klatschen, länger seien die Kleinen ohnehin nicht aufnahmefähig. „Aber der Treff endet nicht, wenn der Musikteil vorbei ist. Die Kinder können dann noch spielen“, erklärt Alfke. Allgemein sei bei dem Projekt nichts strikt. „Wir haben jetzt einen Starttermin gesetzt, reagieren aber auf den Bedarf und die Wünsche der Eltern. Es ist möglich, dass wir auch Fachleute für Infos gewinnen.“ Mitarbeiter des Familienzentrums versorgen die Eltern zudem mit Alltagstipps sowie Infos über Freizeitaktivitäten und Kindergärten.

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Das Ziel des Projekts ist klar: „Wenn die Alleinerziehenden Anschluss finden, unter den Teilnehmern vielleicht sogar Freundschaften entstehen – das ist genau das, was das Projekt bezwecken soll“, sagt Bauer. Vielleicht, so die Hoffnung der Verantwortlichen, entsteht unter den Elternteilen ein Vertrauensverhältnis, damit sie sich im Alltag gegenseitig aushelfen können. „Es soll nicht jeder alleine daheim sitzen, sondern mit Menschen reden, die die Situation nachempfinden können“, betont Alfke. Und wer weiß: Vielleicht entsteht am Ende ja sogar mehr als eine Freundschaft unter Alleinerziehenden.

Die Klangzwerge treffen sich ab Januar jeden Donnerstag um 10 Uhr im Vereinsheim der Stadtkapelle, Ottheinrichplatz A118. Die Teilnehmerzahl ist zunächst auf zehn Kinder zwischen zwei und vier Jahren begrenzt. Anmeldungen bis 14. Dezember unter 0162/2794770 oder per Mail an bauer@kvndsob.brk.de.

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