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Neuburg

09.02.2018

Neuburg hat einen neuen Platz

Der kleine Platz westlich der Kirche St. Peter in der Neuburger Altstadt trägt nun den Namen „Bischof-Simpert-Platz“.
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Der kleine Platz westlich der Kirche St. Peter in der Neuburger Altstadt trägt nun den Namen „Bischof-Simpert-Platz“.
Bild: Maya Spitzer (Archivbild)

Der Stadtrat greift die Idee aus einem Leserbrief auf, der in unserer Zeitung erschienen ist.

Wer Simpert kennt, steckt ihn nach Augsburg. Natürlich nach Augsburg, werden diejenigen sagen. Er ist ja dort neben Afra und Ulrich Bistumsheiliger und legendenumwobener Bischof der Diözese, zu der rund 1200 Jahre nach seinem Tod auch die meisten Pfarreien in und um Neuburg zählen. Das war aber nicht immer so. Bis Simpert in Augsburg Bischof wurde, habe er das Bistum Neuburg-Staffelsee geleitet. Darauf deuten viele zeitgeschichtliche Zeugnisse hin, erklärt der Historiker und ehemalige Staatsarchivar Reinhard H. Seitz.

Er war es, dessen Leserbrief am 24. Oktober in unserer Zeitung veröffentlicht wurde. Darin setzt sich Seitz mit dem Wirken Bischof Simperts in Neuburg auseinander. Sein Brief beginnt mit „Der vergessene Bischof Simpert und sein Bistum“ und endet mit dem Vorschlag: „Was ließe sich tun, um das Gedächtnis an Simpert in Neuburg präsenter zu gestalten? Vielleicht den Platz westlich vor der Peterskirche (...) als „Bischof-Simpert-Platz“ benennen?“

Mit dem Schreiben traf der Historiker den Nerv der Stadträte. Einstimmig entschied am Mittwochabend der Bauausschuss, den Platz am ehemaligen Bischofssitz Simpert zu widmen. Seitz, der sich seit rund 20 Jahren für die historische Wahrheit um den vergessenen Bischof stark macht, geht damit ein Wunsch in Erfüllung. Nun hofft er, dass auch in der Diözese Augsburg Neuburg nicht mehr als „Unterbistum“ betrachtet, sondern als seinerzeit gleichberechtigtes, östlich des Lechs. Erst mit Simperts Abberufung nach Augsburg wurden die Bistümer vereint. (sün)

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