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Neuburg

16.02.2018

Parkplatz-Dilemma in den Stadtteilen

Zu wenig Platz im Ostend? Anwohner beklagen den Parkplatzmangel in den Stadtteilen.
Bild: Xaver Habermeier (Archiv)

In der Schlesierstraße hat sich etwas getan. An anderen Ecken im Ostend und am Schwalbanger wird es schwieriger, Stellplätze zu schaffen. Am Montag wird diskutiert.

Dass es im Ostend eng zugeht, hat im vergangenen Jahr die Feuerwehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In Millimeterarbeit schob sich das Einsatzfahrzeug zwischen den Reihen parkender Autos hindurch. Wenn es brennt, bleibt den Einsatzkräften allerdings keine Zeit und so waren die Folgen absehbar: einseitiges Parkverbot in vier Straßen.

Was Stadtteilmanager Marek Hajduczek infolgedessen überrascht hat: „Es kamen keine Beschwerden.“ Trotz des spürbar dauerhaften Parkplatzdrucks haben die Anwohner irgendwie, irgendwo Alternativen gefunden. Vielleicht ist das ein erstes Erfolgserlebnis nach den Diskussionsabenden über die Parkplatzsituation am Schwalbanger und im Ostend, die Hajduczek mit seinem Kollegen Jürgen Stickel in den vergangenen Monaten veranlasst hat. Denn es gibt erste Erfolgserlebnisse zu verkünden.

Beispiel Schlesierstraße: Komplett unbürokratisch habe die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft auf die Anregungen und Beschwerden der Anwohner reagiert und bereits Ende des vergangenen Jahres 21 neue Parkplätze geschaffen. Hinzu kommen rund 35 weitere Parkplätze, die andere Haus- und Grundstückseigentümer in und um die Schlesierstraße herum ausgewiesen haben oder bald einrichten werden. An anderen Ecken fällt es den Beteiligten deutlich schwerer Platz zu schaffen, berichtet Marek Hajduczek.

Parkplatz-Dilemma in den Stadtteilen

50 Eigentümer und mehr

Langfristig rechnet er mit einer Verbesserung in der Breslauer Straße. Das haben Gespräche mit Eigentümern ergeben. Auch an der Danziger Straße werden voraussichtlich acht neue Parkplätze entstehen. Doch schwierig wird es vor allem dort, wo sich Eigentümergemeinschaften einen Wohnblock teilen. Der Stadtteilmanager erklärt, dass wirklich jeder der Eigentümer einverstanden sein muss, wenn beispielsweise an den Wohntürmen Parkplätze entstehen sollen. Das sind unter anderem mehr als 50 Beteiligte.

Doch auch für den Schwalbanger gibt es im Vorfeld der nächsten Bürgerversammlung am Montag gute oder zumindest aussichtsreiche Nachrichten. Das BRK-Seniorenheim plant für seine Mitarbeiter auf dem benachbarten landwirtschaftlichen Grundstück Parkplätze zu bauen. Die Stadtteilmanager wollen sich nun dafür einsetzen, dass weitere Parkplätze am südlichen Ende der Richard-Wagner-Straße gebaut werden. Dann würde sich die Situation „enorm verbessern“, ist sich Marek Hajduczek sicher. Außerdem haben die Bürgerversammlungen einen weiteren umsetzbaren Vorschlag hervorgebracht. Sogenannte „Parktaschen“, in denen die Fahrzeuge diagonal, einseitig entlang der breiten Richard-Wagner-Straße parken, könnten die Situation am Schwalbanger deutlich entschärfen. Hajduczek schätzt, dass mit dieser Maßnahme die Anzahl der Stellplätze um die Hälfte anwachsen würde.

Andere Ideen aus den Versammlungen wie Tiefgaragen und Parkdecks scheitern wahrscheinlich an der Finanzierung, schätzt der Stadtteilmanager.

Welche Ideen realistisch und welche unrealistisch sind, wollen die Organisatoren auf der Versammlung am Montag mit Stadträten, Eigentümern und Anwohnern erörtern.

Bürgerbeteiligung Die Versammlung findet am kommenden Montag um 18 Uhr im Bürgerhaus Schwalbanger statt.

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