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Verkehr in Neuburg

30.07.2020

Stadt Neuburg will neue Hoffmann-Unterführung

Seit über 100 Jahren fließt der Verkehr durch die Hoffmann-Unterführung.
Bild: Winfried Rein

Plus Nur in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn kann das „Nadelöhr“ an der Einfallstraße in Neuburg beseitigt werden. Die Kosten indes liegen im Millionenbereich.

Die Stadt Neuburg geht das Thema Hoffmann-Unterführung wieder an. Die denkmalgeschützte Bahnbrücke ist ampelgeregelt und kann seit jeher nur einspurig befahren werden. Jetzt hat das städtische Ordnungsamt erneut an die Deutsche Bahn geschrieben, um eine Verbesserung zu erreichen.

Hoffmann-Unterführung in Neuburg sei „ein echtes Nadelöhr"

Aus Sicht der Stadtpolitik kann dies nur mit einem Neubau der Unterführung oder einem weiteren Durchlass geschehen. Die Hoffmann-Unterführung sei „ein echtes Nadelöhr auf einer Haupteinfall-straße Neuburgs“, so die Definition von Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Eine breitere Durchfahrt sei nur zusammen mit der Bahn erreichbar. Hier gehe es nicht um ein paar Hunderttausend Euro, „es geht um Millionen“.

Vor allem Radfahrer seien in der Unterführung gefährdet, „es geht um Menschenleben“, warnte Sissy Schafferhans im Verkehrsausschuss. Sie will das Thema noch mehr publik machen, „notfalls in der Fernsehsendung quer“. Stadtrat Matthias Enghuber wies darauf hin, dass man bereits mit dem bayerischen Bahnchef Klaus-Dieter Josel im Gespräch sei: „Wir müssen immer wieder auf die Dringlichkeit hinweisen.“

Stadt Neuburg will neue Hoffmann-Unterführung

Die Unterführung an der Münchener Straße besteht aus massiven Bruchsteinen und gehört zur Entstehungszeit der eingleisigen Donautalbahn mit Betriebsstart 1874. Deshalb spricht auch der Denkmalschutz bei einer möglichen Erneuerung oder einem Abbruch mit. Das Thema kommt deshalb wieder auf die Tagesordnung, weil eine beschlossene Aufstellspur für Fahrräder vor der Ampel der Unterführung aus Platzgründen nicht zu realisieren ist. Dafür müsste die Linksabbiegespur zur Franz-Hoffmann-Straße geopfert werden und das wollen die Beteiligten nicht.

Der Verkehrsausschuss lehnte einen Antrag auf Errichtung einer kompletten Ampelanlage an der Kreuzung Grünauer-, Berliner- und Flachslandenstraße (TSV-Gelände) ab. Ordnungsamt und Polizei sehen hier keine Notwendigkeit. Zur Sichtverbesserung der aus der Flachslandenstraße herausfahrenden Verkehrsteilnehmer sollen der Spiegel optimiert, ein Stoppschild aufgestellt und ein Anlieger um Rückschnitt seiner Hecke gebeten werden.

Verkehr in Neuburg: kein Zebrastreifen an der Nördlichen Grünauer Straße

Auch einen neuen Zebrastreifen an der Nördlichen Grünauer Straße in Höhe Aldi/Lidl wird es nicht geben. Die vorgegebenen Frequenzahlen von 200 bis 300 Kfz stündlich und 50 bis 100 Fußgänger würden mit 180 Autos und 13 Fußgängern laut Zählung nicht erreicht, so Ordnungsamtsleiterin Birgit Peter-Fest. Ein Antrag auf Bau eines Kreisels an der Einmündung Grünauer Straße/Ruhrstraße fand keinen Widerhall im Verkehrsausschuss. Ein Kreisverkehr würde in den Auwald eingreifen und neue Probleme mit der Querung von Fußgängern und Radlern bringen. Es handle sich um eine lange und übersichtliche Straße, so Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, wenn man hier einen Kreisel vorsehe, „dann müssten wir fast überall im Stadtgebiet welche bauen“. Polizeihauptkommissar Franz Sailer sieht auch keinen dringenden Bedarf, es seien kaum Verkehrsunfälle an dieser Örtlichkeit bekannt. Nur Bernd Schneider (SPD) und Michael Wittmair (Linke) stimmten für einen Kreisel.

Weitere Beschlüsse des Verkehrsausschusses: Die Beethovenstraße darf mit 50 km/h befahren werden, für 30 km/h gebe es keine zwingende Notwendigkeit. Am großen Baugebiet „Heckenweg“ darf künftig nur 50 km/h auf der Grünauer Straße gefahren werden - allerdings erst, wenn die Häuser stehen. In der Böheimbstraße bleibt es beim Status als verkehrsberuhigter Bereich, obwohl die erforderlichen Kriterien nicht erfüllt seien. Die Stadträte kippten das seit 25 Jahren bestehende Provisorium nicht und entschieden sich auf Vorschlag von Referent Bernhard Pfahler für den Beibehalt der Blumentröge und Einzeichnung von Parkplätzen auf der Straße. Die Anlieger, darunter FW-Stadtrat Florian Herold, hatten eine Unterschriftenliste vorgelegt. Sie wollen 20 Parkplätze und den verkehrsberuhigten Bereich.

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