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12.08.2020

THI-Campus in Neuburg: Am Landkreis wird er nicht scheitern

Auf dem Areal der ehemaligen Lassigny-Kaserne (rechter Bereich) soll sich ab 2020 ein Hochschulcampus entwickeln. Der Ableger der TH Ingolstadt soll 1000 bis 1500 Studenten Raum bieten – vielleicht sogar mehr, auf was Andeutungen von Bayerns künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder hindeuten.
Bild: Stadt Neuburg (Archivfoto)

Plus Bauausschuss des Kreistages beschloss den Verkauf von zwei Flächen an den Freistaat. Damit haben Landkreis und Stadt Neuburg den Weg für den Bau des Ablegers der Technischen Hochschule Ingolstadt geebnet.

Eigentlich war schon alles geregelt. Doch der Ordnung halber mussten auch noch die Mitglieder des Bauausschusses des Kreistages einem Flächenverkauf an den Freistaat zustimmen, damit dieser den geplanten Ableger der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) auf dem Areal der ehemaligen Lassigny-Kaserne umsetzen kann.

140 Millionen Euro will der Freistaat in das Projekt stecken. Das ehemalige Kasernengelände, das mit seiner Asylbewerber- und Obdachlosenunterkunft in den vergangenen Jahrzehnten nicht gerade zu den Topadressen in Neuburg zählte, erfährt damit eine enorme Aufwertung - sowohl baulich als auch sozial. Im Vergleich zu dieser Summe ist die finanzielle Beteiligung von Stadt und Landkreis, die der Freistaat als Bedingung voraussetzte, geradezu läppisch: Je 1,5 Millionen Euro müssen sie zuschießen. Der Betrag wird mit den Grundstücken verrechnet, die Stadt und Landkreis an den Freistaat verkaufen werden. Das Lassigny-Areal gehört bis dato nämlich vier Eigentümern: dem Bund, dem Freistaat Bayern, dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und der Stadt Neuburg.

Der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen stellt dem Freistaat zwei Flächen von insgesamt 2465 Quadratmeter zur Verfügung

Der Landkreis stellt zwei Flächen zur Verfügung. Eine Straße im Umgriff von Gebäude IX mit 580 Quadratmeter sowie den jetzigen Parkplatz Nord mit 1885 Quadratmeter. Dafür wird der Landkreis noch eine Alternative finden müssen, um die Parkplatzproblematik am Landratsamt zu entschärfen. Am Montagabend stimmte der Bauausschuss in nicht öffentlicher Sitzung dem Notarvertrag mit Verkaufspreis zu. Wie hoch dieser ist, wurde nicht bekannt gegeben.

Mit dem Campus wird an der Donauwörther Straße ein „lebendiges Wissensquartier“ entstehen – mit Lehr- und Vorlesungsräumen, einer Mensa, einem Wohnheim für 250 Studenten, einem Gästehaus, einem Campus-Shop und einer Kinderkrippe. Ein Teil der denkmalgeschützten Backsteingebäude wird dafür saniert, andere Bauten entstehen neu. Die ersten Studenten, die im Wintersemester 2021/22 nach Neuburg kommen sollen, werden noch in einem Backsteingebäude im hinteren Teil des Areals lernen und forschen. Bis 2025 - so der jetzige Zeitplan - soll der Campus dann stehen. Mit den kontinuierlich sich steigernden Angeboten an Bachelor- und Masterstudiengängen soll es bis in zehn Jahren rund 1200 Studenten in Neuburg geben. (mari)

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