Newsticker

EU sichert sich bis zu 160 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Theater: Wie man sich Engelsflügel verdient

Hollenbach

26.11.2018

Theater: Wie man sich Engelsflügel verdient

Für ein Happy-End sorgt die „Himbeer-Resi“ (Raphaela Artner, Mitte), als sie merkt, dass sie mit Stelzl (Thomas Schinagl, rechts) und Bömmerl (Josef Brandner, 2. v. r.) Kontakt aufnehmen kann. Sie hilft den Geistern, der gierigen Verwandtschaft das Handwerk zu legen und Bömmerls zu Lebzeiten unausgesprochene Gefühle seiner Tochter Anna (Theresa Specht, 2. v. l.) zu übermitteln. Links im Bild: Haushälterin Finni (Alexandra Vogl), die Groschenromane im Überfluss konsumiert.
Bild: Doris Bednarz

Beste Unterhaltung bietet das Hollenbacher Bauerntheater mit der Komödie „Da Himme wart net“. Wann das Stück nochmal aufgeführt wird.

Mit einer himmlischen Komödie, dem Dreiakter „Da Himme wart net“ von Markus Scheble und Sebastian Kolb, gelang dem Hollenbacher Bauerntheater einmal mehr eine beeindruckende Inszenierung. Der Besucherandrang im Festsaal der Schönesberger Gastwirtschaft Daferner war am ersten Spielwochenende erwartungsgemäß groß. Routinier Thomas Schinagl, seine jungen Schauspielkollegen und Regisseur Matthias Artner sorgten in der knapp dreistündigen Vorstellung für beste Unterhaltung. Der tosende Applaus des begeisterten Publikums war der Lohn für die vielen Proben der letzten Monate.

Dass das Engel werden gar nicht so einfach ist, erfährt der Polizist Stelzl (Thomas Schinagl) im Wartezimmer vor der Himmelspforte. Um sich seine Engelsflügel zu verdienen und das Tor zur Ewigkeit passieren zu dürfen, muss er eine letzte Aufgabe erfüllen. Er soll innerhalb von 24 Stunden seinen ebenfalls verstorbenen Schulkameraden Schreinermeister Bömmerl (Josef Brandner) an der Himmelspforte absetzen. „Net trödeln“ empfiehlt ihm die göttliche Stimme. Was sich leichter anhört, als es ist, entpuppt sich als schwieriges Unterfangen, da Bömmerl vor seiner letzten Reise noch allerhand in Ordnung bringen will. Die beiden Geister Stelzl und Bömmerl erscheinen zum Vergnügen der Zuschauer in langer Unterhose und Schlafanzug, da sie zum Zeitpunkt ihres Todes so gewandet waren.

Hollenbacher Bauerntheater: Bömmerl kann seine letzte Reise erst antreten, wenn auf Erden Ordnung herrscht

Immer wieder muss Bömmerl erfahren, dass ihn auf Erden niemand mehr hören kann und die Aufforderung Stelzls „Da Himme wart net“ bei ihm auf taube Ohren stößt. Die finanziellen Schwierigkeiten seiner traurigen Tochter Anna (Theresa Specht) und die habgierigen Verwandten Froschmeier (Quirin Förg und Stefanie Grabler), die sich das Erbe unter den Nagel reißen wollen, sind dem zukünftigen Engel ein Dorn im Auge. Er kann seine letzte Reise erst antreten, wenn auf Erden wieder Ordnung herrscht. Für das grandiose Geisterpaar beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Die brillant spielende Alexandra Vogl als Haushälterin Finni, die Groschenromane im Überfluss konsumiert, hat es auf den Schreinergesellen Emmeran (Philipp Brandner) abgesehen, der jedoch fest zu Bömmerls Tochter Anna hält. Grandios gespielt, versuchen Finni und Emmeran „om“-singend, jedoch leider erfolglos, Kontakt zum verstorbenen Bömmerl herzustellen. Die dem Himbeergeist nicht abgeneigte Resi Schellnberger (Raphaela Artner) hört hingegen aufgrund ihres hohen Alkoholkonsums Stimmen. Für ein Happy-End sorgt die „Himbeer-Resi“, als sie merkt, dass sie mit Stelzl und Bömmerl Kontakt aufnehmen kann und somit den Geistern hilft, der gierigen Verwandtschaft das Handwerk zu legen und Bömmerls zu Lebzeiten unausgesprochene Gefühle seiner Tochter zu übermitteln.

Nach „ Da Himme wart net“ folgte „Da Bachelor“

In der Parodie „Da Bachelor“ zum Schluss der Vorstellung kamen neben dem Stamm-Ensemble Anna und Florian Kugler, Eva Fürst und Tobias Stachel zum Einsatz, die die Lachmuskeln ein weiteres Mal bis zum Äußersten strapazierten. Das Publikum hatte jede Menge Spaß und belohnte die Aktiven mit viel Applaus.

Die nächsten Vorstellungen finden am 30. November und 1. Dezember jeweils um 20 Uhr und am 2. Dezember um 13.30 und 19 Uhr statt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren