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Aufführung

17.12.2018

Theatergruppe Rohrenfels begeistert Besucher

Wenn da im Dorf mal nicht heimlich getuschelt wird: Der Bürgermeister (Michael Waller) präsentiert sich beim Fotoshooting für eine Homestory mit der örtlichen Presse lasziv als Bäuerin.
Bild: Georg Wurm

Ein Jahr lang war es ruhig geworden um das Laientheater des Schützenvereins. Nun ist es mit gleich mehreren Stücken zurück. Eine Kritik.

Nach einjähriger Abstinenz trat die Theatergruppe des Schützenvereins Rohrenfels im Schützenheim auf. Die Besucher erwartete ein neu gestalteter Zuschauerbereich und eine große Bühne. Aber auch bei den Darstellern gab es Neues. So traten heuer erstmals die Jugendlichen ab 14 Jahren mit einem eigenen Stück auf.

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Schützenmeister Martin Huber begrüßte die Premierengäste im voll besetzten Zuschauerraum. Zur Freude waren unter den Besuchern auch Vertreter von Theatergruppen aus der Nachbarschaft anwesend. In den folgenden Aufführungen der drei Einakter ließen die Laiendarsteller von Anfang an erkennen, dass sie nichts verlernt hatten. Es schien fast so, als konnten es die Darsteller nicht erwarten, wieder auf der Bühne zu stehen. Die Zuschauer erlebten einen unterhaltsamen Theaterabend.

Jugendgruppe glänzt durch Situationskomik

Schon beim ersten Stück der Jugendgruppe, „Die lebendige Leich“, glänzten die Akteure unter der Leitung von Christoph Müller mit akzentuierter Situationskomik. In dem Stück wollte ein Erbonkel wissen, wie seine habgierige Verwandtschaft im Falle seines Ablebens reagieren würde. Dabei glänzten die Kids auch mit ihrer Mimik.

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Nun gehörte die Bühne aber den Routiniers. „Sepp der Superknecht“ von Hans Eder stand auf dem Programm. Eine dem Bauerntheater zugeordnete Verwechslungskomödie. Der Bauer Schorsch (Reinhard Peiker), der es bei dem Wettbewerb Bauer des Jahres bis ins Finale geschafft hat, wird vom örtlichen Konkurrenten heimtückisch mit Alkohol außer Gefecht gesetzt, als der Minister für Landwirtschaft (Florian Habermeyer) den Hof inspizieren will.

Bürgermeister wird zur Bäuerin

Der Bürgermeister des Ortes und Freund vom Schorsch (Michael Waller) will die Situation retten, indem er mit Rosa (Susanne Böhm), der Frau von Schorsch, die Rollen tauscht. Eine Reporterin (Jutta Waller) und eine Fotografin (Magdalena Heckl) von der Presse tauchten unerwartet auf, um eine Homestory zu erstellen. Der Superknecht Sepp (Thomas Heckl), der die ganze Geschichte aus der Ferne beobachtet hatte, brachte durch geschicktes Agieren im Hintergrund die ganze Situation ins Reine.

In ein gänzlich anderes Metier begaben sich die Darsteller um Roland Höger im Einakter „Eine märchenhafte Vereinsfeier“. Die Vorstandschaft eines Vereins will die anstehende Weihnachtsfeier erstmals anders gestalten. Vorstand Hugo (Roland Höger) und sein übereifriger Schriftführer Herrmann (Roland Braun) können die anderen überreden, ein Stück aufzuführen.

Darsteller überzeugen durch Spielfreude

Wer anders als Herrmann könnte die Regie übernehmen? Eine Paraderolle für Roland Braun. Er wuchs buchstäblich über sich hinaus. Beispielsweise erschien der Darsteller des Zwerges und des Drachens (Christoph Müller) sturzbetrunken zur Aufführung. Es war eine mit Selbstironie versehene Persiflage des eigenen Chambers, des Laientheaters, die schließlich im Slapstick mündete.

Die Darsteller überzeugten durch Professionalität, Spielwitz und Spielfreude. Die Zuschauer fühlten sich bestens unterhalten. Der lange anhaltende Applaus nach den einzelnen Akten war der berechtigte Lohn für die Akteure. Einige konnten mit Potenzialen, die sie bisher noch nicht gezeigt haben, ihr Publikum überraschen. Die Besucher der Aufführungen am 26. und 27. Dezember können sich auf einen humorvollen Abend freuen.

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