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Schrobenhausen

18.07.2019

Thomas Leidl und ein Schrank für Männer und fürs Leben

Schreiner Thomas Leidl und sein Gesellenstück: Ein Herrenschrank, außen mit Leder-Einlagen, innen mit einer Einteilung, die auf Männer zugeschnitten ist.
Bild: Manfred Dittenhofer

Am Sonntag stellen die Schreiner ihre Gesellenstücke aus. Einer von ihnen ist Thomas Leidl.

80 Stunden hat Thomas Leidl an seinem Gesellenstück gearbeitet. Nun steht es in voller Pracht in der Werkstatt der Schreinerei Appel in Unterhausen. Das Gesellenstück ist einer von drei Prüfungsabschnitten, neben der theoretischen und der praktischen Prüfung. Am Sonntag wird Thomas Leidl zusammen mit seinen Ausbildungskollegen die Gesellenstücke in der Regens-Wagner-Berufsschule in Schrobenhausen zwischen 10 und 16 Uhr ausstellen und auch gerne erklären. Im Landkreis stellen sich 14 Prüflinge der Gesellenprüfung im Schreinerhandwerk, darunter vier Frauen.

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Thomas Leidl wollte etwas Besonderes bauen. Ein Möbelstück, das ihn sein Leben lang begleiten kann. Und so überlegte er sich zusammen mit seinem Chef Stephan Appel das Konzept eines ganz besonderen Kleiderschranks. Ein Schrank für Männer sollte es sein. Zeitgemäß und praktisch. Mit klaren, einfachen Linien. Entstanden ist ein einzigartiges Möbelstück aus dem Holz der Zirbelkiefer. Der gesamte zweitürige Schrank ist aus Vollholz hergestellt und besitzt eine eingelegte Leder-Oberfläche.

Im Innern zieht sich die klare Linie mit schwarzem, geöltem Eisen fort. In den Schubladen bringt Mann seine Uhren, Krawatten und Manschettenknöpfe unter. Das Leder ist rautenförmig abgesteppt und vereint so das Zeitgemäße mit dem klassisch Bayrischen.

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So geht es für Thomas Leidl nach seiner Gesellenprüfung weiter

Thomas Leidl wird nach seiner Lehre weiterhin bei Stephan Appel arbeiten. Der freut sich über den Top-Facharbeiter. Bei einem Praktikum hatte er den heute 19-Jährigen kennengelernt und war gleich begeistert. „Thomas hat großes handwerkliches Geschick. Schon als Schnupperpraktikant hat er ohne großes Aufheben ein Gewinde schneiden können.“ Leidl stammt von einem Bauernhof in Seiboldsdorf, Gemeinde Ehekirchen. „Wir haben immer schon gerne gebastelt. Als es um eine Berufswahl ging, habe ich viele Schnupperpraktika gemacht.“ Dabei hat er auch den Schreinerberuf kennengelernt. Schnell war klar, dass er diesen Beruf ergreifen wollte.

Der Chef und Meister ist stolz auf seine drei Azubis. Das Gesellenstück sei immer etwas Besonderes, so Appel weiter. Sein eigenes Werk, ein Hängeschrank, der übers Eck reicht, ziert auch heute noch sein Büro. „Ein Gesellenstück begleitet einen sein Leben lang.“ Für seinen Schrank hat Thomas Leidl gute Verwendung. Zuerst aber wird der Schrank nach Schrobenhausen transportiert. Am Sonntag sind die Gesellenstücke von 10 bis 16 Uhr in der Regens-Wagner-Berufsschule zu sehen. Und die Erbauer erklären ihre Beweggründe und die vielen Arbeitsschritte zu den Möbelstücken.

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