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28.07.2010

Um Schulden zu vermeiden und Geld zu sparen Verlockungen nicht erliegen

Obergerichtsvollzieher Peter Frank erzählte von seiner Arbeit und klärte auf, was es mit Mahnbescheiden und Pfändung auf sich hat. Foto: Agnes Mayer
Bild: Agnes Mayer

Neuburg "In vielen Familien wird Finanzkompetenz nicht mehr vermittelt", weiß Tina Heinz von der Schuldnerberatung in Ingolstadt aus Erfahrung. Deswegen ist es ihr ein Anliegen, besonders früh auf die Folgen von Verschuldung aufmerksam zu machen. "Denn wenn jemand zu unserer Beratungsstelle kommt, ist es meist schon zu spät."

VON AGnes Mayer

In Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk hat die Neuburger Wirtschaftsschule deshalb am gestrigen Dienstag einen Projekttag zum Thema "Schuldenprävention" veranstaltet.

Spartipps und Kostenfallen an insgesamt fünf Stationen

Um Schulden zu vermeiden und Geld zu sparen Verlockungen nicht erliegen

Zwar findet bereits seit drei Jahren eine Aufklärungsarbeit an der Schule statt, jedoch konnten sich die Schüler der 9. und 10. Klassen in diesem Jahr erstmals direkt an Personen wenden, die jeden Tag beruflich mit dem Problem konfrontiert werden. Insgesamt fünf Stationen informierten darüber, wie in bestimmten Bereichen Schulden vermieden werden können.

So berichtete Peter Frank von seiner Arbeit als Obergerichtsvollzieher, klärte über Mahnbescheide und Pfändungen auf. "Gebt nur das Geld aus, was ihr wirklich besitzt, ansonsten landet ihr in einem Teufelskreislauf", rät der seit 1981 im Landkreis zuständige Gerichtsvollzieher. Mit den ersten Schulden flattert nämlich bald der erste Mahnbescheid ins Haus. Wer darauf nicht reagiert, dem droht der Vollstreckungsbescheid. "Dann komme ich als Gerichtsvollzieher zu Besuch und beschlagnahme Gegenstände mit dem Pfandsiegel. Im Ernstfall kommt es dann zur Pfändung dieser Gegenstände." Weiterhin rät er: "Man hat immer ein besseres Gefühl, wenn man das Geld, das man ausgibt, auch ehrlich verdient hat."

Tina Heinz und Regine Schindler von der Schuldnerberatung der Diakonie gaben in ihren Stationen Auskunft darüber, wie man im Supermarkt sparen kann und mit welchen Fixkosten die Schüler bei einem eigenen Haushalt rechnen können. Denn die Werbung der heutigen Konsumgesellschaft verführt häufig zum unnötigen Kaufen.

Auch einzelne Lehrkräfte der Wirtschaftsschule dienten als Ansprechpartner. Christoph Heinz, der den Projekttag ins Leben gerufen hatte, informierte über die Kostenfalle "Handy". Mit wenigen Tricks lassen sich hohe Rechnungen vermeiden. Heinz rät deshalb: "Ihr solltet euch überlegen, welcher Tarif sich wirklich für eure Nutzung lohnt - Prepaid, Vertrag oder Flatrate?" Dazu empfiehlt er einen Handykostenrechner, wie ihn Schüler der Wirtschaftsschule entwickelt haben. Insgesamt gibt er den Schülern aber vor allem einen Ratschlag mit auf den Weg: "Ihr solltet nicht auf alle Verlockungen hereinfallen!" - sei es in der Werbung, im Supermarkt oder bei den Mobilfunkanbietern.

Der Handykostenrechner der Wirtschaftsschule unter

www.ws-neuburg.de/projekte/projekte-praevention.htm

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