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29.04.2015

Von der Eintagsfliege zum Traditionsverein

Vor 60 Jahren gründete der Elferrat die Burgfunken, von dem heute nicht mehr alle Vornamen überliefert sind (von links): Alfons Wienes jun., Hr. Fenners, Hr. Assenmacher, Rudi Klein, Kurt Kreitmeier, Alfons Wienes sen., Manfred Schlechter, Hr. Kessel, Hr. Bauer, Paul Klein, Becker und Heinz Learmann
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Vor 60 Jahren gründete der Elferrat die Burgfunken, von dem heute nicht mehr alle Vornamen überliefert sind (von links): Alfons Wienes jun., Hr. Fenners, Hr. Assenmacher, Rudi Klein, Kurt Kreitmeier, Alfons Wienes sen., Manfred Schlechter, Hr. Kessel, Hr. Bauer, Paul Klein, Becker und Heinz Learmann

Als rund 1000 Augsburger Narren die Innenstadt stürmen, haben die Neuburger noch wenig Ahnung, wie man sich dabei verhält. Doch daraus entstanden die Burgfunken

Vor 60 Jahren war es nur ein Gedanke. Heute ist aus der einst lustigen Idee eine der größten Faschingsgesellschaften der Region gewachsen: die „FG Burgfunken TSG e.V. Neuburg“. Auf den Tag genau vor 60 Jahren, am 29. April 1955, gründete sich im damaligen Gasthaus „Zur alten Post“ der Traditionsverein aus einer Handvoll Neuburgern – heute sind 400 Mitglieder im Verein.

Wenn man es genau nimmt, liegen die Wurzeln bereits 61 Jahre zurück. Ende 1954: Die Faschingsgesellschaft Perlachia aus Augsburg meldet einen Sonderzug an. Rund 1000 Narren erwartet der Verkehrsverein in Neuburg. Nur weiß man damals nicht, wie man aussehen muss, wenn man eine Faschingsgesellschaft in seiner Stadt empfängt. Alfons Wienes hatte die rettende Idee und mehrere Neuburger stellten einen Elferrat nach rheinischen Muster zusammen. Schnell hatte man Gefallen an dieser Aufgabe gefunden und der nur für einen Anlass ins Leben gerufene Elferrat wurde von Bürgern und Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft gefeiert. Aus einer Eintagsfliege wird ein fester Elferrat, der wiederum die Weichen für die Vereinsgründung stellt. Die Mitglieder wählen Heinz Learmann zum ersten Präsidenten des neuen Vereins. Dann starten die Vorbereitungen für den ersten Fasching im Jahr 1956 unter der Federführung der Burgfunken.

Ob aktive, passive oder ehemalige Mitglieder, die Burgfunken blicken heute mit Stolz auf aufstrebende und erfolgreiche sechs Jahrzehnte zurück. Dem Faschingsbrauch Jahr für Jahr eine eigene Note zu geben, ist die große Herausforderung aller Burgfunken. Natürlich gab es auch in den vielen Jahren nicht nur Höhen und Erfolge. Doch auch in den schwierigen Zeiten stehen die Burgfunken zusammen. Ob Vorsitzende, Vorstandsmitglieder, Trainer oder Tänzer: Alle wussten auch mit Problemen umzugehen.

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In 60 Jahren haben sich nicht nur die Burgfunken verändert. Die Faschingszeit erstreckt sich heute auf das ganze Jahr. Zwischen Aschermittwoch bis zum „Elften Elften“ hatten die Burgfunken früher noch Zeit, sich auszuruhen. Heute sind sie das ganze Jahr mit Tanzen und Planen beschäftigt. Ob man mit den einzelnen Gruppen, wie dem Kinder- und dem großen Hofstaat, der Sommertanzgruppe oder Männergarde an den unterschiedlichsten Orten und Festlichkeiten Auftritte absolviert, eigene Veranstaltungen durchführt oder an anderen Events mitwirkt, der Name Burgfunken ist in aller Munde.

Dass alle an einem Strang ziehen und kameradschaftlich miteinander umgehen ist seit der Gründung eine feste Devise, die bis heute anhält. „Wo viele Menschen aufeinander kommen, gibt es verschiedene Meinungen. Aber trotzdem hat der Zusammenhalt für uns höchste Priorität, sonst wären wir nicht da angekommen, wo wir jetzt stehen“, erklärt Burgfunken-Präsident Harry Zitzelsberger zur Feier des Tages.

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