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Messe

17.04.2019

Was die Digitalisierung heutzutage alles möglich macht

Drohneneinsätze im Katastrophenfall erleichtert die Arbeit der Feuerwehren. Kreisbrandmeister Alexander Bauer (links) berichtete darüber.
Bild: Peter Maier

Die Gewerbe- und Regionalschau in Burgheim hat heuer verstärkt diesem Thema gewidmet. Das traf den Nerv der Zeit

Bevor sich die Pforten zur Gewerbe- und Regionalschau 2019 am Sonntag schlossen, startete Organisator Klaus Rössler zu einem Finalrundgang für ein „Feedback“. Eineinhalb Jahre hatten er und seine Mitstreiter sich ein neues Konzept erdacht, vorbereitet und umgesetzt. Entscheidend für den Erfolg ist die intensive Zusammenarbeit in dem Gemeinschaftsprojekt mit drei Gewerbeverbänden, vier Kommunen und 60 Ausstellern. Das hatte auch Digitalministerin Judith Gerlach in ihrer Eröffnungsrede angesprochen. „Gemeinsam stark“ zog letztlich rund 8000 Besucher an.

Um die Messe nachhaltig und zukunftsfähig zu machen, präsentierten die Verantwortlichen ein neues Konzept unter anderem mit einer viel gelobten Genussmeile. Die Rückmeldung der Aussteller fiel durch die Bank positiv aus. Selbst denjenigen, die auch größere Messen besuchen, gefiel die Organisation.

Das Herzstück der Neuerung traf den Nerv der Zeit besonders. Digitalisierung und Vernetzung sowie deren Anwendung im Alltag wurden in 15 Vorträgen und Sonderschauen an beiden Tagen gezeigt. Die Beiträge zeigten Realität und Zukunft in sehr verständlicher Weise trotz fachlicher Spezialitäten. Spektakulär waren vor allem die Robotic im Alltag mit einem Nao-Roboter und der Drohneneinsatz. Professor Holger Günzel zeigte, was sein „Nao“ bereits kann und was er in Zukunft vor allem in Geschäftsprozessen noch können soll. Der „digitale Mann“ wurde nicht nur auf der Bühne bestaunt, sondern war auch am Messestand ein Besuchermagnet vor allem beim jüngeren Publikum. Kreisbrandmeister Alexander Bauer und Spezialisten der Kreisfeuerwehr zeigten, wie man eine Drohne im Katastrophenfall einsetzt. Das Luftfahrzeug wird von zwei Piloten gesteuert, einer bewegt, der andere beobachtet mit den Kameras. Wertvolle Unterstützung leisten Drohnen bei der Personensuche mit einer Wärmebildkamera. Sie können aber auch zur Vermessung von Baugebieten eingesetzt werden, wie Johannes Bauer von der Burgheimer Tiefbaufirma Ignaz Schmid sagte.

Auf reges Interesse stießen auch Vorträge über die Digitalisierung im Gesundheitswesen über die Telemedizin bis zur Notfallalarmierung. Diese Errungenschaften seien wertvolle Hilfsmittel, den Menschen könnten sie nicht ersetzen. Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Energiewende, wo Burgheim (80 Prozent des in der Marktgemeinde verbrauchten Stroms stammt bereits aus regenerativen Energieträgern) auf einem guten Weg ist. Wie Amazon das Kaufverhalten beeinflusst, wurde an der TU Ingolstadt untersucht. Während nur zehn Prozent der „Wiederaufbauer“-Generation den Einkauf im Netz nutzen, seien es bei ihren Enkeln und Urenkeln bereits 41 Prozent. Wie man das Ganze zusammenbringen kann, erläuterte Oberhausens Bürgermeister Fridolin Gößl mit seinem „Raum für alte und neue Kreativität“.

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