1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Weihnachtsmarkt: Leuchten und Glitzern in Unterhausen

Ober-/Unterhausen

01.12.2019

Weihnachtsmarkt: Leuchten und Glitzern in Unterhausen

Wenn es dunkel wird, dann wird es romantisch in Unterhausen. Die Stände sind wunderschön beleuchtet und es gibt Live-Musik. 
Bild: Annemarie Meilinger

Der Weihnachtsmarkt entwickelt sich zu einem Geheimtipp. Nicht nur Einheimische genießen das besondere Ambiente. Was es diesmal alles zu entdecken gab.

Der 19. Unterhausener Weihnachtsmarkt, der immer am ersten Adventswochenende stattfindet, ist schon wieder Geschichte. Seit Wochen wurde auf der Wiese hinter dem Feuerwehrhaus und der alten Schule gearbeitet. Freiwillige bauten die über 30 Hütten auf, verlegten Folie auf die Wiese und verteilten Hackschnitzel darüber, damit das Gelände lange begehbar bleibt. Mitten auf dem „Dorfplatz“ wurde mit schwerem Gerät ein Teil der 140 Jahre alten Dorfeiche platziert, die vor Kurzem gefällt wurde. „Beeindruckend“ fanden viele Besucher den fast drei Tonnen schweren „Stammtisch“, auf dem ein kleiner Weihnachtsbaum Platz fand. Gleich daneben auf der Bühne spielten Blasmusiker aus Sinning und von der Blaskapelle Oberhausen abwechselnd und unterhielten die zahlreich strömenden Besucher mit Live-Musik. Lutilos Weibergsang aus Leidling brachten am Sonntagnachmittag Weihnachtslieder aus aller Welt zu Gehör von italienisch bis indianisch.

Was den Weihnachtsmarkt in Unterhausen von anderen unterscheidet

Der Wetterbericht machte die Mitglieder des „Weihnachtsmarktvereins Unterhausen e. V.“ nicht gerade optimistisch, man erinnerte sich an den verregneten Sonntag des vergangenen Jahres. Doch man hatte Glück, das Wetter hielt und die Schlangen an der Grillstation wurden mit zunehmender Dunkelheit immer länger. Dann ist der Markt am schönsten, wenn die den Platz umgebenden Bäume mit buntem Licht angestrahlt werden und die reichlich dekorierten Stände mit ihrem attraktiven Warenangebot glitzern.

Die Stände in Unterhausen sind immer liebevoll dekoriert und präsentieren viel Selbstgemachtes.
Bild: Annemarie Meilinger

„Den Unterschied zu anderen Märkten sieht man zwischen den Hütten“ bemerkte eine vom zauberhaften Ambiente begeisterte Besucherin. „Hier ist nicht nur Unschönes unter Rupfen versteckt, jede Ecke ist mit Liebe gestaltet.“ In den Ständen gibt es vorwiegend Selbstgemachtes, in diesem Jahr sind selbst produzierte Seifen neu und Upcycling-Produkte wie Lichter aus alten Einmachgläsern, Altholz und Glas. Ein Glasbläser und ein Drechsler zeigten ihr Handwerk dem interessierten Publikum, die zutraulichen Alpakas aus Marienheim ließen sich gerne streicheln, während gleich daneben ihre Wolle versponnen wurde. Ein Stand mit „Hauser Spezereien“ verkaufte in einer Art Care-Paket landwirtschaftliche Produkte wie Fleisch von Galloway-Rindern, Käse aus Sinning, Kartoffeln, Eier und natürlich Plätzchen. Die Wurst kam dieses Mal aus Thüringen, eine Gruppe aus dem Saale Orla-Kreis lieferte sie persönlich an und sorgte dafür, dass die Schlange an der Wurstsemmel länger war als die an den Steaks. Specklaiberl, raffinierte Suppen, süße Crepes und Waffeln machten die Palette der kulinarischen Genüsse perfekt.

Blasmusik gehört bei einem Weihnachtsmarkt einfach dazu. Es spielten die Musiker aus Sinning und Oberhausen.
Bild: Annemarie Meilinger

Zum Aufwärmen und Ausruhen geeignet ist der zum Weihnachtscafé umfunktionierte Probenraum der Blasmusiker. Dort konnte man sich zwischen einer riesigen Auswahl an Kuchen entscheiden. „Der Markt strahlt weit über Unterhausen hinaus – wir können stolz auf ihn sein“ sagte Bürgermeister Fridolin Gößl und der Vorsitzende des Weihnachtsmarktvereins Markus Edenhofer zeige sich „rundum zufrieden“.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren